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LuXemburg 1/2020 zum Thema Mobilität

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Erschienen

Mai 2020

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Als wir mit der Arbeit an einem Heft zum Thema Mobilität begannen, war noch nicht abzusehen, dass die Coronakrise Mitte März das globale Verkehrssystem in weiten Teilen lahmlegen würde. Ein Himmel frei von Flugzeugen? Verwaiste Autobahnen? Diese Bilder zeugen keineswegs von einer postfossilen Utopie. Sie sind Vorboten der vielleicht tiefsten Krise des Kapitalismus. Damit werden die Spielräume für linke Akteure nicht größer. Dennoch zeigt die Krise, wie verletzlich der weltumspannende Verkehr von Menschen und Waren ist – und auch, dass er durch politische Entscheidungen von heute auf morgen verändert werden kann. Die Frage nach einer Mobilitätswende wird damit noch dringlicher. Denn die Auseinandersetzungen darum, welche Branchen und Infrastrukturen die Pandemie überleben, und welche Angebote aus- oder abgebaut werden, hat bereits begonnen. Umso wichtiger, gerade jetzt die BAHN FREI zu machen für eine sozialökologische Mobilität der Zukunft. Denn der Verkehr ist einer der größten Klima-Killer. In Deutschland verursacht er ein Fünftel der CO2-Emissionen – Tendenz steigend. Autos fressen den städtischen Raum und sind für viele Kranke und Tote verantwortlich. Gerade auf dem Land ist der ÖPNV kaputtgespart und das Auto oft ohne Alternative – für die, die es sich leisten können.

LuXemburg 1/2020 fragt nach Infrastrukturen, die den Umstieg ermöglichen und gerechte Mobilität mit weniger Verkehr schaffen. Wie lässt sich die Autoindustrie umbauen, ohne den Erhalt von Jobs gegen Klimaziele auszuspielen? Wie sieht ein ÖPNV aus, der den »Luxus des Öffentlichen« für alle erfahrbar macht, wie die prunkvolle Petersburger U-Bahn auf unserem Titelbild?

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