Zum Hauptinhalt springen

Publikation : Rosa gegen Rechts

Veranstaltungsreihe zum Kampf gegen Rechts und für eine Gesellschaft der Vielen

Wichtige Fakten

Reihe
Buch/ Broschur
Erschienen
Februar 2021
Bestellhinweis
Nur online verfügbar

Details

Ideeles Begleitprogramm des Studienwerks 2021 zum Kampf gegen Rechts und für eine Gesellschaft der Vielen

Liebe Stipendiat*innen, liebe ehemalige Stipendiat*innen,

wir freuen uns, euch unser gesondertes Begleitheft zur Veranstaltungsreihe „Rosa gegen Rechts“ vorzustellen. Aus wichtigen Gründen haben wir uns in diesem Jahr für den thematischen Schwerpunkt des Kampfs gegen rechts entschieden:

Antisemitismus, Nationalismus, Rassismus, Frauen* hass und LGTBIQ*-Feindlichkeit sind seit langem eine tödliche Bedrohung für unsere Gesellschaft. Die Anschläge von Halle und Hanau haben uns dies erneut mit Schrecken vor Augen geführt. Sie reihen sich ein in eine lange Tradition rassistischer Gewalt und rechten Terrors in diesem Land. Die Manifeste von Rechtsterroristen aus unterschiedlichen Ländern verweisen jedoch gleichzeitig auf die transnationale Verflochtenheit und die koloniale Tradition rechter Diskurse.

Neu ist ein wachsendes Verständnis dafür, wie weit die Grundlagen für diese tödliche Gewalt in unsere Gesellschaft und ihre Institutionen hineinreichen. Mit der AfD fanden menschenfeindliche Positionen mit einer neuen Intensität Einzug in die Parlamente. Erkenntnisse zu Verfassungsschutz und Polizei unterstreichen zudem die weite Verbreitung menschenverachtender Auffassungen in den Sicherheitsapparaten. Seit längerem beobachten wir eine voranschreitende gesellschaftliche Polarisierung. Die Corona-Pandemie wirkt nun zusätzlich wie ein Brennglas auf die sich bereits zuvor abzeichnenden Zuspitzungen. Es besteht die Gefahr, dass sich die gesellschaftlichen Kräfteverhältnisse dadurch weiter zugunsten von autoritären und antidemokratischen Positionierungen verschieben.

Solange Menschen durch abelistische, antisemitische, klassistische, rassistische, sexistische und LGTBIQ* feindliche Ausgrenzungen die Erfahrung machen, nicht dazu zu gehören, ist eine solidarische Gesellschaft nicht möglich. In unseren für dieses Jahr geplanten Veranstaltungen blicken wir deshalb auf die Herausforderungen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen, wie den Betrieb, die Gewerkschaft und die Polizei.

Um ein besseres Verständnis der aktuellen Konstellationsverschiebungen während der Pandemie zu gewinnen, beleuchten wir zudem die neuen Querdenken-Mobilisierungen. Zum anderen wollen wir insbesondere die Gegenbewegungen zu Rassismus, Klassismus, Antifeminismus und Queerfeindlichkeit in den Blick nehmen, um Antworten auf die aktuellen Herausforderungen im Kampf für eine solidarische Gesellschaft der Vielen zu finden.

Euer Studienwerksteam

Weitere Inhalte zum Thema

Neue Sichten auf das Nachbarland

: Artikel 07.11.2025

Eine Bildungsreise der Azubistipendiat*innen nach Warschau beschäftigte sich mit Erinnerungskultur…

15 Jahre WORK IN PROGRESS. WORK ON PROGRESS – und nun ein Ende!

: Verlagskooperation 11/2025

Schlussband der Reihe mit dem Titel „Wozu noch kritische Wissenschaft“

Ein streitbarer Intellektueller

: Mitteilung 05.12.2025

Zum Tode von Micha Brumlik (1947-2025)