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Publikation : Eine vorläufige Bilanz der Finanzkrise

Standpunkte 20/2011 von Helmut Matthes.

Wichtige Fakten

Reihe
Standpunkte
Erschienen
Mai 2011
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Es ist erstaunlich, wie gelassen die unbewältigte Krise und ihre Kosten in der Öffentlichkeit zur Kenntnis genommen werden und wie sich Angst vor der weiteren Entwicklung, auch einem mögliche Crash des Währungssystems verdrängen lässt. Nach Berechnungen des internationalen Wirtschaftsnachrichtenservice Bloomberg sind seit dem Ausbruch der Krise bei Banken, Versicherungen und Spezialfinanzierern insgesamt Verluste und Wertberichtigungen von über 1817 Mrd. Dollar angelaufen. Diese Angaben vermitteln einen brauchbaren Eindruck nur von der Größenordnung der Krisenauswirkungen, wenn auch berücksichtigt werden muss, dass sie keine Aussage enthalten über fehlende oder manipulierte Angaben, bis heute noch versteckte Risikopositionen und die Unsicherheit vorgesehener Rückflüsse von „Rettungsmitteln“ der Staaten. Letztere würden den Betrag wesentlich erhöhen.1 Bedeutender noch sind Überlegungen hinsichtlich eines verbleibenden Krisen- und Risikopotentials, wenn die Reformen der Finanzarchitektur unzureichend greifen. Eine vorläufige Bilanz der Finanzkrise zeigt, dass es Grund zu großer Besorgnis gibt und weitergehende wirtschaftliche und politische Konsequenzen dringend geboten sind. Dabei hilft ein Blick auf die Ursachen der Krise.

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