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Die Nachrichtenlage wie unsere eigenen Analysen liefern meist ein düsteres Bild der gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen: ungebremstes Schlittern in Richtung Klimakatastrophen, zunehmende Faschisierung, Krieg und Gewalt, Rollback bei vielen Emanzipationserfolgen der letzten Jahrzehnte, spät-neoliberale Kürzungspolitiken und massive Aufrüstung.
Und doch sind diese Politiken von Widersprüchen und Bruchpunkten durchzogen. Der apokalyptische Ritt in den Katastrophenkapitalismus ist nicht unausweichlich. Widerstände wachsen, der Handlungsdruck erzwingt das Nachdenken über neue Allianzen, in der Praxis der Proteste entstehen neue Bündniskonstellationen. Eine breite gesellschaftliche Linke diskutiert und erprobt Strategien der Hoffnung und Solidarität.
Kann aus dem wachsenden Widerstand in den USA mehr werden, um MAGA von der Macht zu verdrängen? Wie weit tragen die Strategien einer Volksfront bzw. eines sozialen und feministisch-intersektionalen Antifaschismus oder einer antifaschistischen Wirtschaftspolitik? Welche kommunalen Strategien lassen hoffen? Wie umgehen mit Gefühlen von Hoffnungslosigkeit und der Rolle von Affektivität und Emotionen im Antifaschismus?
Dieses Heft ist auch das erste einer neuen, überwiegend ehrenamtlichen Redaktion unter neuer Leitung. Wir reagieren damit auf den Rückbau hauptamtlicher Arbeitskraft in der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Im Zuge dessen haben wir erstmals eine FLINTA-Redaktion, die eigenständige Überlegungen und Beiträge produziert. So können wir die Qualität der Ideen und Beiträge steigern.
Nicht alle Beiträge sind im Heft abgedruckt, einen vollständigen Überblick gibt es online:
Inhalt
- DER WIDERSTAND WÄCHST
MAGA von der Macht verdrängen
Von Max Elbaum - DAS POLITISCHE FELD NACH LINKS VERSCHIEBEN
Bedingungen und Schwierigkeiten einer antifaschistischen Volksfront
Von Mario Candeias - DAS AMBIVALENTE VERMÄCHTNIS DER VOLKSFRONT
Von Kasper Braskén - SACHSEN-ANHALT VOR DER WAHL
Szenarien der Faschisierung und die Verantwortung der Linken
Von Anika Taschke - Lux Like Feminism
FÜR EINEN AUFSTAND DER TÖCHTER
Warum es einen intersektionalen Antifaschismus braucht
Von Lia Becker, Lola Fischer-Irmler, Barbara Fried, Elisa Otzelberger, Birgit Sauer & Alex Wischnewski - AFFEKTIVE DEMOKRATIE
Den Kulturkampf queer-feministisch intersektional wenden
Von Birgit Sauer - MIT KIEZKAMPAGNEN FEMINISTISCHSOZIALISTISCH TERRAIN (ZURÜCK-) GEWINNEN
Wie Die Linke in Plänterwald der AfD Wind aus den Segeln genommen hat
Von Lena Fries & Katalin Gennburg - GEZEITENWECHSEL AM ENDE DES HOMONATIONALISMUS?
Trans* Politik zwischen autoritärem Etatismus und spätem Neoliberalismus
Von Mine Pleasure Bouvar - DIE PFLEGEGENOSSENSCHAFT MAITELAN
Ein Modell für die Demokratisierung von Sorgearbeit
Von Liseth Díaz Molina, Andoni Egia-Olaizola & Aratz Soto Gorrotxategi - „MAKE EGGS CHEAP AGAIN!“
MÖGLICHKEITEN UND GRENZEN ANTIFASCHISTISCHER WIRTSCHAFTSPOLITIK
Von Sabine Nuss - Gespräch
ANTIFASCHISTISCHE WIRTSCHAFTSPOLITIK
Ein geeigneter strategischer Begriff gegen die Faschisierung?
Mit Tom Krebs, Carla Reemtsma & Ines Schwerdtner - Infografik
UNGLEICHLAND – GRAFIKEN UND FAKTEN ZU DEUTSCHLAND - ANTIFASCHISMUS OHNE KULTURKAMPF IST ABWEHR OHNE WIRKUNG
Von Thorben Peters - Gespräch
WELTUNORDNUNG – VON LINKS ERKLÄRT
Mit Pauline Jäckels & Felix Jaitner - Blickwinkel
ÄQUATOR DER UNGLEICHHEIT
Fotoreportage von Daniel Chatard - REGIEREN 2026?
Wahlen als eigenständiges Terrain der gesellschaftlichen Linken
Von Kalle Kunkel - HOFFNUNG UND HOFFNUNGSLOSIGKEIT IN ZEITEN DES KATASTROPHENKAPITALISMUS
Von Jan Rehmann - Wehtu-Frage
WIE SOLIDARISCH SEIN?
Widersprüche in der linken Debatte um Gaza und Israel
Von Florian Weis - Wehtu-Frage
ANTIZYKLISCHE ZUVERSICHT
Wie realistisch ist die Hoffnung auf eine friedliche Zukunft in Gaza?
Von Charlotte Wiedemann

