Zum Hauptinhalt springen

Publikation : Ungleichland

Grafiken und Fakten zu sozialer und ökonomischer Ungleichheit in Deutschland | zweite, aktualisierte Auflage

Wichtige Fakten

Reihe
Buch/ Broschur
Herausgeber*innen
Rosa-Luxemburg-Stiftung,
Erschienen
April 2026
Bestellhinweis
Bestellbar

Details

Deutschland gehört mit Blick auf die privaten Vermögen zu den ungleichsten Demokratien der Welt. Während sich die Milliarden Euro einiger weniger Menschen ungebremst vermehren, kommen viele kaum über die Runden. Die soziale Spaltung hat in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen und verschärft sich mit jeder weiteren Krise.

Viele denken, wir seien eine Leistungsgesellschaft, in der es jede*r aus eigener Anstrengung zu etwas bringen kann. Das Gegenteil ist der Fall: Wir sind eine Erbengesellschaft und in welche Familie man geboren wird, entscheidet maßgeblich über den sozialen und ökonomischen Status. Die Leistungsgesellschaft ist ein Mythos, der sich hartnäckig hält und die ungerechten Zustände rechtfertigen soll. Dazu passt, dass viele das Ausmaß der Ungleichheit drastisch unterschätzen.

Diese Sammlung von Grafiken und kurzen Texten liefert wichtige Daten, benennt die Zusammenhänge und Folgen von sozialer und ökonomischer Ungleichheit in Deutschland und verdeutlicht Alternativen. Diese Zustände zu kennen, um dagegen anzugehen, ist unerlässlich. Extreme Ungleichheit ist nicht nur eine Frage sozialer Gerechtigkeit. Sie verschärft auch die weltweite Klimakrise und lässt die Demokratie erodieren.

Ungleichheit hat viele, auch globale Facetten, die hier nicht alle beleuchtet werden können. Ungleichheit ist auch kein bedauerlicher Betriebsunfall. Vielmehr ist sie die Grundlage der kapitalistischen Wirtschaftsweise. Diese basiert darauf, dass einige wenige über die Produktionsmittel(Unternehmen, Maschinen etc.) und das Finanzkapital verfügen und andere nur ihre Arbeitskraft verkaufen können. Es geht also nicht nur um Steuergerechtigkeit, wir müssen letztlich auch über die Demokratisierung unserer Wirtschaft sprechen. Wenn sich das private Vermögen an Produktionsmitteln nicht länger in den Händen einer kleinen Elite konzentriert, käme das uns allen zugute: durch eine gemeinwohlorientierte Wirtschaft mit demokratischer Mitsprache über sinnvolle und klimafreundliche Investitionen und gute Arbeits- und Lebensbedingungen für die Vielen in diesem Land.

Download

Das könnte Sie auch interessieren

#24 Armutszeugnis: Vermögensteuer

: Podcast 13.02.2026

Ran an die Milliarden! Was würde eine Vermögensteuer bringen?

Vermögensteuer Die Linke

: Studien 02/2026

DIW-Studie zu Aufkommens- und Verteilungswirkungen

Vermögensteuer: Zum Nachteil der Mittelschicht?

: FAQ 06.02.2026

Fragen und Antworten zu Ungleichheit und steuerlichen Alternativen

Niemand muss Milliardär sein

: Dossier

In Deutschland leben immer mehr Superreiche, während jede fünfte Person von Armut betroffen ist.

Weitere Inhalte zum Thema

„Wir brauchen eine allgemeine Übergewinnsteuer“

: Interview 23.04.2026

Die Besteuerung hoher Gewinne könnte jährlich rund 40 Milliarden Euro einbringen

Streiks ohne Ende?

: luxemburg argumente 03/2026

Mythen und Fakten über Arbeitskämpfe in Deutschland