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Publikation : Jahresbericht 2025

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Liebe Leser*innen,

das Jahr 2025 hat viel verändert – bei der uns nahestehenden Partei, aber auch bei uns als Landesstiftung. Der Bruch der sogenannten „Fortschrittskoalition“ im November 2024 sowie der darauffolgende Wahlkampf mit Heidi Reichinnek und unserem ehemaligen Auslandsbüro-Mitarbeiter Jan van Aken hat zu einer Mobilisierung der gesellschaftlichen Linken geführt, wie sie kaum jemand erwartet hatte. Die Mitgliederzahl des Landesverbandes der Partei Die Linke hat sich seitdem mehr als verdreifacht. Damit wurden auch wir als Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen vor neue Herausforderungen gestellt.

Als parteinahe Stiftung sind wir zwar finanziell vom bundesweiten Wahlerfolg der Linken abhängig; zugleich trägt unsere politische Bildungsarbeit in Niedersachsen maßgeblich zu diesem Erfolg bei. Unsere Zukunft als Landesstiftung wird letztlich in Berlin verhandelt, aber sie wird hier vor Ort mitgestaltet. Insofern ist das vergangene Jahr in mehrfacher Hinsicht gut für uns ausgegangen.

Im Regionalbüro der Stiftung in Hannover gab es mehrere Zu- und Abgänge – als Vorstand möchten wir uns an dieser Stelle noch einmal für das Engagement aller aktuellen und ehemaligen Mitarbeitenden bedanken! Wer mit der Landesstiftung zu tun hat, ob als Teilnehmer*in unserer Veranstaltungen oder als Kooperationspartner*in bei einem unserer Projekte, merkt schnell, dass der Bildungserfolg mit dem Einsatz unserer Hauptamtlichen steht und fällt.

Wir, der Vorstand, der im April 2025 für zwei Jahre neu gewählt wurde, sollen hingegen im Auftrag des Stiftungsvereins die Ausrichtung der Bildungsarbeit vorgeben. Das geschah im vergangenen Jahr wieder durch einige große und viele kleine Projekte, die wir in Kooperationen mit den Rosa-Luxemburg-Clubs, aber auch mit vielen anderen Bildungsträger*innen wie Gewerkschaften und dem Linken Kommunalpolitischen Forum Niedersachsen umgesetzt haben.

Weiterhin stand für uns wie gewohnt die Fort- und Weiterbildung von Genoss*innen und Kolleg*innen im Mittelpunkt. Auch 2026 bildet, vernetzt und stärkt die Rosa-Luxemburg Stiftung Niedersachsen linke zivilgesellschaftliche Akteur*innen in den Metropolregionen wie auch „in der Fläche“. Das ist unser Markenkern und das macht uns, mit Blick auf die Kommunalwahl am 13. September und die niedersächsische Landtagswahl in 2027, zu einem wichtigen Player.

Es wurde in den letzten Jahren viel davon geschrieben, dass wir uns in einem „Interregnum“ (Antonio Gramsci) befinden: „die alte Welt liegt im Sterben und die neue ist noch nicht geboren“. Vieles deutet darauf hin, dass Bundeskanzler Friedrich Merz als Relikt einer vergangenen Epoche den Übergang in eine andere Gesellschaft bereiten wird.

Es liegt auch ein Stück weit an uns als Bildungsträgerin, dass wir diese „Zeit der Monster“ im Geiste Rosa Luxemburgs mitgestalten: fest und klar und heiter. Lasst uns also die ideologischen Gräben überwinden und dem neuen Faschismus mit Zuversicht und intellektueller Schärfe gemeinsam jetzt und in Zukunft die Stirn bieten!

Mit solidarischen Grüßen
Sebastian Wagner, für den Vorstand der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen e. V.
 

Alle Jahresberichte der RLS Niedersachsen seit 2008 finden sich unter: https://nds.rosalux.de/texte-und-publikationen/jahresberichte