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Publikation : „Schummel-Griechen machen unseren Euro kaputt“

Beliebte Irrtümer in der Schuldenkrise. Reihe „luxemburg argumente“

Wichtige Fakten

Reihe
luxemburg argumente
Herausgeber*innen
Sabine Nuss, Antonella Muzzupappa,
Erschienen
März 2012
Bestellhinweis
Nur online verfügbar
Zugehörige Dateien

Details

Zwei Jahre Euro-Krise: Im Frühjahr 2010 bewahrten die EU-Staaten und der Internationale Währungsfonds (IWF) die griechische Regierung vor der Zahlungsunfähigkeit. Nur zwei Jahre später jedoch war ein weiteres Kreditpaket für Athen nötig. Im März 2012 wurde es schließlich verabschiedet – nach heftigen Diskussionen. In Europa streiten die Regierungen darüber, ob Griechenland diese Hilfe überhaupt verdient, ob sie nötig ist und wer dafür zahlen soll. In Deutschland herrscht die Meinung vor, Griechenland sei selbst schuld an seinem Elend: Erst habe sich das Land in die Euro-Zone gemogelt, dann habe die Regierung zu viel ausgegeben und überhaupt hätten die Regierten zu wenig gearbeitet.

Genährt werden solche latent nationalistischen Deutungsmuster von deutschen Politikern und den Medien, die entsprechende „Lösungen“ der Krise vorschlagen: Die Griechen müssten mehr sparen, mehr arbeiten und ihr öffentliches Eigentum verkaufen – und wenn das alles nichts hilft, muss Griechenland eben raus aus der Euro-Zone. Das Dumme daran: Weder sind die genannten Ursachen der Krise zutreffend, noch die Auswege zielführend.

Die vorliegende Broschüre will im ersten Teil gängige Urteile über Griechenland und die Krise widerlegen und zeigen, was die eigentlichen Probleme des Landes sind. Dieser Teil ist die aktualisierte Fassung der Broschüre  „Verkauft doch eure Inseln, ihr Pleite-Griechen!“ von 2011. Ihm folgt ein zweiter Teil zur EU-Politik und zu den von ihr eingeleiteten Maßnahmen zur vermeintlichen Lösung der Euro-Krise, der erklärt, warum der Schuldenschnitt Griechenland nicht rettet, welchen Zweck der Euro-Rettungsschirm erfüllt und wer am Ende die Rechnung für die „Euro-Rettung“ zu begleichen hat.

Bildungsbroschüre zu Griechenland und Euro-Krise
„luxemburg argumente“ Nr. 2; Berlin, März 2012
ISSN 2193-5831

Autor: Stephan Kaufmann

Übersetzungen/Translationes:

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Gesellschaftsanalyse und politische Bildung e. V .
Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin
Sabine Nuss, Tel. 030 44310-448, nuss@rosalux.de
Antonella Muzzupappa, Tel. 030 44310-421, muzzupappa@rosalux.de

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