Publikation International / Transnational - Nordafrika Syrien: Das Reich des Schweigens erhebt seine Stimme

Zwischen der Macht der Baath-Partei und dem arabischen Frühling … ein unzeitgemäßes Regime. Von Mais Elkrydee, Syrien.

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März 2012

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In dem Moment, als Hafez al-Assad die Macht übernahm, machte sich das Regime des Assad-Clans daran, die Freiheiten zu unterdrücken und zu usurpieren, indem sich die vielfältigen Sicherheitsorgane aller Aspekte des politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und geistigen Lebens bemächtigten. Den politischen Bereich bekam er über die Herrschaft der Einheitspartei, der regierenden Baath-Partei, in den Griff, die ihrerseits als Anhängsel des Sicherheitsapparats endete.

Das Land wurde von einem Militärregime beherrscht, das die empfindlichen Angelegenheiten der Region, wie zum Beispiel die palästinensische Sache, in den Dienst seiner eigenen Außenpolitik stellte und für sich ausnutzte. Auch das Libanonproblem war nur eine seiner Trumpfkarten gegenüber der Welt. Im Land arbeitete dieses Konstrukt aus Militär und Sicherheitskräften an der Niederhaltung der politischen und gesellschaftlichen Bewegung, während es gleichzeitig gegenüber der eigenen Bevölkerung den Gegner des Zionismus und Imperialismus herauskehrte, wobei nichts lauter als das Geschrei über die Auseinandersetzung mit diesen Feinden ist. Gleichzeitig ging das Regime mit seinen politischen Gegnern nicht zimperlich um, indem es sie liquidierte, isolierte, in Gefängnisse und Gefangenenlager steckte, sie bedrohte und der Agententätigkeit und der Schwächung des Selbstbewusstseins der arabischen Nation anklagte.

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Text in Originalsprache

Mais Elkrydee ist Mitglied im Koordinierungskomitee für den demokratischen Wandel in Syrien.