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Publikation : Lernfeld Internationale Solidarität

Austausch von Automobilarbeitern als Beitrag zur Veränderung globaler Ungleichverhältnisse. Von Heiner Köhnen.

Wichtige Fakten

Reihe
Online-Publ.
Erschienen
Januar 2013
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Nur online verfügbar
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Details

„Die Brüderlichkeit der Völker ist für die Sache der Arbeiter dringend notwendig. Denn jedes Mal, wenn wir den Versuch unternehmen, unsere soziale Lage zu verbessern, indem wir die Stunden der Plackerei reduzieren oder den Preis der Arbeit erhöhen, drohen die Unternehmer uns an, Franzosen, Deutsche, Belgier oder andere herüberzuholen, damit wir unsere Arbeit für geringeren Lohn verrichten. Leider wurde diese Drohung auch bereits wahr gemacht. Das heißt nicht, dass unsere Brüder vom Kontinent uns schaden wollen, sondern dass es an regelmäßiger und systematischer Kommunikation zwischen den arbeitenden Klassen aller Länder mangelt. Wir hoffen, diesen Mangel schnell behoben zu sehen, denn unsere Bestrebung ist es, die Löhne der schlecht bezahlten Arbeiter denjenigen der besser entlohnten so weit als möglich anzugleichen, anstatt es den Unternehmern zu erlauben, uns gegeneinander auszuspielen.“

Diese Grußadresse von englischen an französische Arbeiter von 1863, Bestandteil einer Einladung zu einem Treffen, das schließlich zur Gründung der I. Internationale führen sollte, verdeutlicht zwei Dinge: Sie erinnert uns einerseits, wie frühzeitig die Aufgabe internationaler Solidarität zwischen Beschäftigten formuliert wurde und andererseits, wie schwierig und unerfüllt diese Aufgabe geblieben ist.

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