Publikation Gesellschaftliche Alternativen - Wirtschafts- / Sozialpolitik - Kapitalismusanalyse - Eurokrise Verarmung made in Frankfurt/M.

Die Europäische Zentralbank in der Krise. Standpunkte 06/2013 von Thomas Sablowski und Etienne Schneider.

Information

Reihe

Standpunkte

Autor/innen

Etienne Schneider, Thomas Sablowski,

Erschienen

Mai 2013

Bestellhinweis

Nur online verfügbar

Zugeordnete Dateien

Die Aktivitäten von Zentralbanken erscheinen meistens als rein technische Verfahren: Bereitstellung von Geld, Senkung und Erhöhung des Leitzinses, Sicherung der Liquidität von Privatbanken, Verhinderung von Inflation und Deflation. Der Eindruck des bloß technischen und neutralen Charakters von Zentralbankaktivitäten wird noch dadurch verstärkt, dass Zentralbanken gemäß der neoliberalen Ideologie von der Einflussnahme von Regierungen und Parlamenten «unabhängig» sein sollen. Tatsächlich verbirgt sich jedoch hinter dieser vermeintlichen Entpolitisierung eine gezielte Festlegung der Zentralbanken auf die Vorgaben neoliberaler Geldpolitik. Da Zentralbanken in den gesellschaftlichen Verteilungskonflikten eine wesentliche Rolle spielen, geriet die Europäische Zentralbank (EZB) denn auch in der Krise wie kaum ein anderer europäischer Staatsapparat ins Handgemenge politischer Auseinandersetzungen, auch innerhalb der herrschenden Klassen, und wurde zu einem der wichtigsten Akteure der autoritär-neoliberalen Krisenpolitik.

Weiter im PDF.