Publikation International / Transnational - Europa / EU - Eurokrise Europa hat eine andere Zukunft

24 Seiten Debatte zu Europa. Beilage der Tageszeitung «neues deutschland» in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift «LuXemburg».

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Tom Strohschneider,

Erschienen

Februar 2014

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Was ist uns Europa? Vor den Wahlen zum Europäischen Parlament im Mai und eine der schwersten Krisen vor Augen suchen die Linken auf dem Kontinent nach Antworten.
Europa ist mehr als die EU, mehr als ihre von neoliberalen Paradigmen getränkten Institutionen, mehr als der Euro, sagen die einen – und verweisen auf die großen Ideale der Integration, auf die Chancen linker Veränderung.
Europa ist das, was uns in Gestalt undemokratisch-autoritärer Apparate, als Motor der Militarisierung und Verwertungslogik, was uns als deutsches Machtprojekt gegenübertritt, sagen die anderen – und betonen die Dauerhaftigkeit der ökonomischen und politischen Verhältnisse, die dem zugrunde liegen.

Was ist uns Europa? So wichtig ein – mit Gramsci gesprochen – mitreißender Optimismus des Willens europäischer linker Politik und Praxis ist, so notwendig ist angesichts der Krise Europas ein Pessimismus des Verstandes.
Das Unbehagen gegenüber Brüssel, Strasbourg, gegenüber einer von der deutschen Regierung orchestrierten Krisenpolitik; die Wut ob der sozialen und politischen Folgen, die Hoffnungslosigkeit, die angesichts der schieren Unbeweglichkeit europäischer Verhältnisse und der momentanen Schwäche der europäischen Linken aufkommen kann – all das beruht auf der realen Erfahrung von Millionen. Und es lässt sich nicht allein mit wohlfeilen Appellen an eine bessere europäische Idee überwinden.

Was ist unser Europa?, ist die Frage der Stunde für eine europäische Linke, die sich ihrer Schwierigkeiten und Fehler bewusst ist, die nach neuen Wegen und besseren Antworten sucht – und dabei nicht vergisst, dass es am Ende die Menschen selbst sein werden, die über ihre Geschicke entscheiden wollen.
Ein anderes Europa ist möglich. Und es ist nötig. Die seit 2008 grassierende Krise macht den Charakter der gegenwärtig herrschenden politischen, ökonomischen und konstitutionellen Grundlagen der EU für alle sichtbar. Die Linken sind aufgerufen, Europa eine andere Zukunft vorzuschlagen.

Die hier vorliegende Sammlung, die Beiträge aus Griechenland, Spanien, Frankreich, Kroatien, Österreich, Italien, Deutschland und anderen Ländern zusammenbringt, soll dazu einen Beitrag leisten.

Tom Strohschneider, nd

Inhalt

  • Neugründung Europas? 
Strategische Orientierungen.
    Von Mario Candeias, Lukas Oberndorfer, Anne Steckner
  • Ein geschichtlicher Moment. 
Die Linke und Europa.
    Von Pierre Laurent
  • Move Forward. 
Die Veränderung hat begonnen.
    Von Alexis Tsipras
  • Schulden und Euro: Was tun? Ein Manifest.
    Von Daniel Albarracín, Nacho Álvarez, Bibiana Medialdea, 
Francisco Louçã, Mariana Mortagua, Michel Husson, 
Stavros Tombazos, Giorgos Galanis, Özlem Onaran
  • Ein mediterraner Block? 
Südeuropa sucht einen Ausweg.
    Von Armando Fernández Steinko
  • Liste Tsipras. 
Um die Zersplitterung zu überwinden.
    Von Fabio Amato
  • Ein lebendiges Netzwerk: 
Europa und die Neue Linke in Kroatien.
    Von Stipe Ćurković
  • Drei Aufgaben. 
Zeit der Monster und der Mutigen.
    Von Walter Baier
  • Soziales Europa? 
Zukunft in die eigenen Hände nehmen.
    Von Thomas Händel
  • Kampffeld Europa: 
Den neoliberalen Zauber brechen.
    Von Sandro Mezzadra, Toni Negri
  • Eine Vision: 
Einstieg in ein anderes Europa.
    Von Bernd Riexinger

Diese Beilage ist in Kooperation von «neues deutschland» und «LuXemburg» (Zeitschrift der Rosa-Luxemburg-Stiftung) entstanden.


English translation:
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24 Pages debate on Europe. Supplement of the newspaper «neues deutschland» in collaboration with the magazine «LUXEMBURG».