Publikation Europa - Staat / Demokratie - Parteien / Wahlanalysen - Ukraine Kein Schritt in Richtung Frieden

Analyse zur ukrainischen Präsidentschaftswahl vom 25. Mai 2014. Von Volodymyr Ishchenko.

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Autor

Volodymyr Ishchenko,

Erschienen

Mai 2014

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Bereits bei den Nachwahlbefragungen und vorläufigen Ergebnissen zeichnete sich bei der ukrainischen Präsidentschaftswahl vom 25. Mai ein deutlicher Sieg für Petro Poroschenko ab, einem der reichsten Männer der Ukraine (auf der ukrainischen Forbes-Liste belegt er den siebten Platz) mit einem liberalen Wirtschaftsprogramm.

Poroschenko konnte im ersten Wahlgang 54,33 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich vereinen und wurde von der ukrainischen Wahlkommission am 26. Mai zum Wahlsieger erklärt, nachdem 90 Prozent der Stimmen ausgezählt waren. Seine größte Herausfordererin, Julija Tymoschenko, liegt weit abgeschlagen bei 13 %. Oleh Ljaschko, den man am besten als populistischen Polit-Clown bezeichnen
könnte, kommt auf den dritten Platz. Die Kandidaten, die man als die der «Südostukraine» sehen könnte, wie Serhij Tyhipko, Mykhailo Dobkin oder Petro Symonenko, erhielten nur marginale Unterstützung.

Das hohe Ergebnis für Poroschenko kam keineswegs unerwartet. Er ging als großer Sieger aus dem Maidan-Aufstand hervor, mit der höchsten Wählerunterstützung, die ihm schon im März zugeschrieben wurde. Nachdem der stärkste Bewerber, Witalij Klitschko, sich zugunsten Poroschenkos von der Präsidentschaftswahl zurückgezogen hatte, stiegen seine Chancen sprunghaft an. Stattdessen bewarb sich Klitschko um das Bürgermeisteramt in Kiev, das er laut Prognose mit über 57 % Unterstützung gewinnen sollte.

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