Publikation International / Transnational - Krieg / Frieden - Afrika - Westafrika Terrorzone Sahel

Droht uns ein Afrikanistan?

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Autor

Armin Osmanovic,

Erschienen

März 2016

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Nach dem jüngsten Attentat in der Elfenbeinküste am 13. März 2016, bei dem über 20 Menschen von bewaffneten Terroristen getötet wurden, unter ihnen auch die Leiterin des Goethe-Instituts in Abidjan, ist klar, dass nun große Teile Westafrikas zum Operationsgebiet von islamistischen Terroristen geworden sind.

Bis dahin hatten sich Attentate (Bamako November 2015 und Ouagadougou Januar 2016) auf den nördlichen Bereich des Sahel, vor allem die Länder Mali, Mauritanien und Burkina Faso, beschränkt. Insbesondere Mali ist von Anschlägen betroffen, seitdem im Jahr 2012 islamistische Gruppen große Teile des Landes besetzen konnten, bis französisches und afrikanisches Militär die Gebiete zurückerobern konnten.

 Neben dem nördlichen Sahel zählen auch der nordöstliche Bereich Nigerias und angrenzende Gebiete in Kamerun und Tschad zum Operationsgebiet der terroristischen Islamisten. Dort operiert die Terrorgruppe Boko Haram. Diese Gruppierung führt einen regionalen Aufstand gegen die Zentralregierung und ist nur aus der komplexen Geschichte des Landes mit seinen konkurrierenden Bevölkerungsgruppen und dem korrupten Zentralstaat zu verstehen. Boko Haram ist aber auch Teil des internationalen Terrornetzwerkes Islamischer Staat (IS), der in Nordafrika (Libyen) und vor allem in Syrien und Irak wütet, und zielt auch, wie der im Sahel operierende Al Kaida Zweig, auf westliche Einflüsse und Interessen. Hauptopfer von Boko Haram ist die islamische Bevölkerung im Norden Nigerias, die von der Terrorgruppe wegen ihrer zu großen Nähe oder Toleranz zum Westen verfolgt werden. [...]

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