Zum Hauptinhalt springen

Publikation : Neue Runde im Konflikt um das südchinesische Meer

China versucht, geostrategische Positionen im Wettbewerb mit den USA zu sichern

Wichtige Fakten

Reihe
Standpunkte
Autor
Lutz Pohle,
Erschienen
August 2016
Bestellhinweis
Nur online verfügbar
Zugehörige Dateien

Details

Der internationale Schiedsgerichtshof in Den Haag hat am 12. Juli 2016 entschieden, dass Chinas Ansprüche auf die umstrittenen Inselgruppen im Südchinesischen Meer „keine historische Grundlage“ haben. Die chinesische Regierung hat das Urteil umgehend zurückgewiesen und erklärt, dass das Schiedsgericht in Den Haag nicht zuständig und der Schiedsspruch daher nicht bindend sei. Diese Haltung verstößt nicht nur gegen multilaterale Vereinbarungen und internationales Recht, sondern verweist zudem auf die modifizierte außenpolitische Strategie des Landes: Seit dem Amtsantritt von Präsident Xi Jinping 2013 verfolgt China eine proaktive Außenpolitik zur Durchsetzung außenpolitischer und außenwirtschaftlicher Interessen in der Region und weltweit. Da durch das Südchinesische Meer wichtige Handelsrouten zwischen Fernost und Europa verlaufen, kann sich der Konfliktherd auch destabilisierend auf die wirtschaftliche Lage in Deutschland auswirken, wenn der Streit eskaliert.

Weitere Inhalte zum Thema

60 Jahre chinesische Kulturrevolution: Geschichte eines Scheiterns

: Hintergrund 08.05.2026

Die offizielle Geschichtsschreibung vermeidet die Beschäftigung mit der Kulturrevolution – dabei ist…

Trumps Rohstoffkriege

: „Luxemburg“ Artikel 04/2026

Die Angriffe der USA auf den Iran und Venezuela zielen eigentlich auf China. Es geht um die…

Die VR China auf dem Weg zur Weltmacht und eine neue multipolare Ordnung, 19 Mai 2026

: Diskussion/Vortrag

Berlin10:00 Uhr

Reihe: Seniorenklub