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Publikation : Sicherheit in Europa und Asien. Dokumentation des Symposiums in Beijing am 11./12.9.2002

Konferenzbericht von Hilde Ettinger

Wichtige Fakten

Reihe
Online-Publ.
Erschienen
Oktober 2002
Bestellhinweis
Nur online verfügbar

Details

Am 11. und 12. September 2002, genau ein Jahr nach den Terroranschlägen in New York und Washington, fand in Beijing ein internationales Symposium zum Thema "Sicherheit in Europa und Asien" statt. Es war das erste gemeinsame Projekt zwischen dem Chinesischen Forschungszentrum für Fragen der gegenwärtigen Welt und der Rosa-Luxemburg-Stiftung. An dem Symposium nahmen hochrangige Wissenschaftler und Politiker aus China, Japan, Indien, den USA, Russland und Deutschland teil. Den Rahmen der gehaltenen Beiträge und des erwartungsgemäß auch kontrovers geführten Meinungsaustausches bildeten die Schwerpunkte: Die Globalstrategie der USA, Sicherheitsstrategien in Europa und Asien, die gegenwärtige Sicherheitslage und Sicherheitsstrukturen in Europa und Asien, neue Sicherheitsmechanismen im 21. Jahrhundert, Perspektiven europäisch-asiatischer Zusammenarbeit auf sicherheitspolitischem Gebiet.

Die Diskussion vermittelte politische und theoretische Sichten und Herangehensweisen der Teilnehmer aus den verschiedenen Ländern an die heutigen Fragen internationaler und regionaler Sicherheit. Im Mittelpunkt der Analyse und des Gedankenaustausches standen u. a. der gegenwärtige Zustand der internationalen Beziehungen und die Rolle der USA, deren Strategie der Terrorismusbekämpfung, die zunehmende Rolle des militärischen Faktors in den internationalen Beziehungen anstelle von Konfliktlösungen mit Mitteln der Politik, das Agieren der Großmächte und Atomwaffen besitzenden Staaten sowie die Gefahren wachsender militärischer Stärke. Diskutiert wurden zugleich Felder internationaler und regionaler Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem und sicherheitspolitischem Gebiet, z. B. zwischen der EU und China, im Rahmen des Shanghaier Forums oder des ARF. Weiterzuführen ist der Disput über die Lösung globaler Probleme: Unilateralismus unter der Hegemonie der USA oder das Agieren einer multipolaren Welt bei entscheidender Rolle der UNO und Wahrung des Völkerrechts. Einig waren sich alle Teilnehmer darin, dass Sicherheit unteilbar ist. In einer globalen Welt kann es Sicherheit in Asien ohne Sicherheit in Europa oder anderen Teilen der Welt nicht geben.

Die Symposiumsbeiträge liegen bei der RLS in Form eines Readers in englischer Sprache vor.

Beiträge zum Symposium

- aus dem Reader (in englisch)

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