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Publikation : Die Landtagswahl im Saarland am 25. März 2012

Eine Wahlnachlese von Horst Kahrs, Institut für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Wichtige Fakten

Reihe
Online-Publ.
Erschienen
April 2012
Bestellhinweis
Nur online verfügbar

Details

Bei der Landtagswahl am 25. März 2012 erreichte DIE LINKE 16,1% der gültigen Stimmen. Sie verlor gegenüber der Landtagswahl am 30.8.2009 gut 36.000 Stimmen (-31,7%). In den medialen Nachbetrachtungen hält sich die Interpretation, die Piraten-Partei sei zur härtesten Konkurrenz für DIE LINKE geworden. Diese Sicht verdankt sich einer journalistischen Verengung des Blickwinkels: Die Piraten-Partei wird als neues, interessantes Phänomen, welches die herkömmliche Parteienlandschaft durcheinander wirbelt, goutiert. Die Tendenz, DIE LINKE als „überlebte“ Partei aus dem Parteienwettbewerb zu schreiben, wächst dazu proportional. Tatsächlich sind die Wahlergebnisse im Saarland wie zuvor im September 2011 in Berlin komplexer und nicht eindimensional interpretierbar.

Aus Sicht der Partei DIE LINKE sind nicht die Piraten das gewichtigste oder alleinige Problem. Gravierender sind im Saarland die Verluste an die Wahlenthaltung und die SPD gewesen. In Berlin und im Saarland lag das größte Potential für DIE LINKE – im positiven wie im negativen Sinn – im Austausch der WählerInnen mit der SPD und der Nichtwählerschaft.

Die Piraten-Partei ist dort stark geworden, wo DIE LINKE ohnehin schon schwach vertreten war: in der mehrheitlich gut qualifizierten, männlichen Wählerschaft im Alter unter 40 Jahren. Die Altersstruktur der Wählerschaften beider Parteien zeigt ein komplementäres Bild - das Bild zweier potentieller „Generationenprojekte“.  Wie in Berlin gelingt es der LINKEN auch im Saarland nicht, ihren Einfluss bei den unter 40-Jährigen zu halten oder gar auszubauen.

Inhalt

  • Die Wanderungsbilanzen
  • DIE LINKE – Abwanderung von WählerInnen
  • DIE LINKE – Zuwanderung von WählerInnen
  • DIE LINKE - Wanderungsbilanz
  • Die Piraten-Partei – Herkunft der Wählerschaft
  • Das Wahlverhalten in Bevölkerungsgruppen
  • Das Wahlverhalten nach Geschlecht und Altersgruppen
  • Das Wahlverhalten nach weiteren gesellschaftlichen Merkmalen
  • Vergleich mit einigen Wahlergebnissen der Abgeordnetenhauswahl in Berlin 2011

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