Ausschreibung 2012

In Reaktion auf die neoliberale Umdeutung des Bildungsbegriffes ist es das Ziel der Tagung, eine Position im gegenwärtigen Bildungsdiskurs suchen und formulieren, Bildungsansätze kritisch zu reflektieren und Strategien für den Erhalt einer emanzipatorischen linken Bildung entwickeln. Die Arbeitstagung richtet sich an Anbieter linker Jugendbildung.

Offene Ausschreibung 2012 - zweites Halbjahr

Offene Ausschreibung über die Vergabe eines Kooperationsvertrages zur Förderung
der politischen Jugendbildung

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung. Gesellschaftsanalyse und politische Bildung e.V. beabsichtigt,
in Zusammenarbeit mit ihren KooperationspartnerInnen in den Bundesländern, die in der
nachfolgenden Beschreibung bezeichneten Leistungen zur Durchführung von Projekten
politischer Jugendbildung im Rahmen einer offenen Ausschreibung zu vergeben.

1. Zentrale Vergabestelle
Rosa-Luxemburg-Stiftung – Gesellschaftsanalyse und politische Bildung e.V.
Jugendbildung
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin
Tel. 030 44310-475
Fax 030 44310-222

Kontakt: Ann-Katrin Lebuhn, Mail: lebuhn@rosalux.de, Telefon 030 44310-475

2. Verfahrensart
Offene Ausschreibung

3. Leistungsbeschreibung
a) Ort der Leistung
Das im Angebot benannte Bundesland.

b) Art und Umfang der Leistung
Förderfähig sind überregionale Bildungsprojekte, die sich exemplarisch mit existentiellen und politischen Fragen von Jugendlichen beschäftigen, die ihr politisches Lernen befördern, sie zur kritischen Auseinandersetzung mit sozialer und politischer Wirklichkeit, zu diskursiver Kommunikation und politischem Engagement befähigen. Die Projekte müssen innovativ für die Zielgruppe Jugend und nachhaltig für die Bildungsarbeit sein. Die AntragstellerInnen können im Rahmen der Schwerpunkte sowohl komplexe Angebote als auch Einzelmodule anbieten. Für die Entscheidung werden die Kriterien der Anlage 2 zu Grunde gelegt.

c) Förderausschluss
Fahrten, insbesondere ins Ausland, schulische Jugendbildung sowie Infrastrukturprojekte können nicht gefördert werden.

d) Antragsberechtigte
Antragsberechtigt sind Träger der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung, Vereine und Gruppen sowie nichtstaatliche Einrichtungen, jedoch keine Einzelpersonen. Bereits begonnene oder beendete Vorhaben können nicht gefördert werden.

e) Vertragsgestaltung
Zwischen der Rosa-Luxemburg-Stiftung und dem/ der AuftragnehmerIn wird ein Kooperationsvertrag über die Durchführung von Projekten politischer Jugendbildung auf dem Wege einer Projektförderung abgeschlossen. Im Einzelfall sind auch PartnerInnenvereine der Rosa-Luxemburg-Stiftung in einzelnen Bundesländern VertragspartnerInnen.

 
f) Finanzierungsumfang
Für die politische Jugendbildung wird im zweiten Halbjahr 2012 ein Finanzvolumen von mindestens 18.800 € bereitgestellt. Die Summe wird in der zweiten Vergaberunde im Mai 2012 vergeben. Ein Limit für einzelne Anträge gibt es nicht, die beantragten Projekte sollten jedoch die Relation zur Gesamtsumme berücksichtigen.

f) 2. Zusatzregelung für Träger der sogen. “Programmförderung“
Träger der Programmförderung erhalten bei Beantragung und Bewilligung von Fördergeldern durch die Projektförderung höchstens ¼ der jährlich zu vergebenen Mittel. Diese Projekte werden inhaltlich besonders geprüft. 

5. Ausführungsfristen
Vergaberunde 1 (18./19. November 2011)
Beginn der Maßnahme zwischen 1. Januar 2012 bis 31. Juli 2012
Projektende bis zum 31.12.2012
Vergaberunde 2 (Mai 2012)
Beginn  der Maßnahme zwischen 1. Juli 2012 und 31. Dezember 2012
Projektende bis zum 31.12. 2012
6. Angebotsforderungen
Das Angebot muss
a) Angaben zur/m AntragstellerIn selbst enthalten (einschl. Satzung, Eintrag in das Vereinsregister, Freistellungsbescheid),

b) einen Nachweis über die Fähigkeit des/der AntragstellerIn zur Durchführung von Projekten politischer Jugendbildung im oben genannten Sinn enthalten (Referenzen),

c) eine Darstellung der vorgesehenen Schwerpunkte der Projektdurchführung (- was wird gemacht?) sowie wesentlicher methodisch-didaktischer Herangehensweisen bieten (welche Bildungsansätze werden verwendet?),

d) darstellen, welche finanziellen Mittel für die einzelnen Schwerpunkte eingesetzt werden und eventuell weitere beantragte Drittmittel ausweisen,

e) ein ausgefülltes Deck-Formblatt beinhalten (siehe Anlage 1)

f) in einem verschlossenen Umschlag mit der Aufschrift „Ausschreibung Jugendbildung 2012“ eingereicht werden.

g) liegt der Förderanteil durch die RLS gemessen an den Gesamtkosten des Projekts schließlich bei über 50%, wird das Projekt bei Bewilligung im Rahmen des Jugendbildungsprogramms der Stiftung veröffentlicht.

7. Ablauf der Angebotsfrist
Das Angebot muss bis 11.04. 2012 bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung vorliegen.

8. Die Grenzen der Zusammenarbeit liegen für die Rosa-Luxemburg-Stiftung in ihren satzungsgemäßen Ziel- und Zwecksetzungen sowie in den rechtlichen Auflagen ihrer ZuwendungsgeberInnen, der Bundeshaushaltsordnung und ihren Nebenbestimmungen. Der Zuschlag wird unter Berücksichtigung aller inhaltlichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkte erteilt. Ein Anspruch auf Gewährung einer Förderung besteht aus dieser Aufforderung zur Angebotsabgabe nicht. Vielmehr entscheidet die Stiftung aufgrund ihres pflichtgemäßen Ermessens im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel. Eine Benachrichtigung über die Entscheidung geht Anfang Juni 2012 zu.

Berlin, 15. Januar 2012

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Im Auftrag
Ann-Katrin Lebuhn
Träger 
Projektart
 
Projekttitel 
Kurzbeschreibung
(Ziele, Ablauf, ...)

 


Kurzangaben zu Methoden / Didaktik

 
Ggf. Ergebnisse des Projektes


 


Zielgruppe(n)
 
Veranstaltungsort(e)
 
Projektzeitraum 
Zusammenarbeit mit der RLS und Förderung bisher


 
Beantragte Kosten
ggf. abweichende Gesamtkosten
 

Projektverantwortliche/r
mit Kontakt

 
Unterzeichner/in mit Funktion
 

 
Förderziele und -kriterien der Jugendbildung
Die zu fördernde Bildungsarbeit richtet sich vornehmlich an junge Menschen mit einem generationsspezifischen Erfahrungshintergrund. Neugierde und die Suche nach alternativen Lebensmodellen, die in immer neuen sozialen Kontexten ausprobiert werden, sind dafür typisch, ebenso der experimentierfreudige Umgang mit gesellschaftlichen Widersprüchen (zugleich Ablehnung und Akzeptanz tradierter Werte und gesellschaftlicher Institutionen).  Die durch die Projektförderung unterstützten Bildungsformate sollen diese Neugierde und Kritik aufnehmen und konzeptionell beachten. Persönlichkeitsentwicklung und Politisierungsprozesse sollten durch die Jugendbildung begleitet und gefördert werden.

Förderungsziele
Anliegen unserer politischen Jugendbildung ist es
1. Freiräume für gegenhegemoniale und gegenkulturelle Entwürfe zu schaffen,
2. Selbsttätigkeit und Selbstbestimmung zu fördern und
3. zur solidarischen Kooperation anzustiften.
Wir verstehen politische Jugendbildung nicht einfach nur als frei schwebendes Handlungsfeld, sie ist zugleich ein Innovationsraum, in dem neue Ideen und Methoden entwickelt oder erprobt werden. Die AkteurInnen der Jugendbildung sind besonders nah an linken Milieus und fungieren so als Katalysatoren für neue Themen, Zugänge und Debatten.

Förderkriterien
1. Akteursförderung:
Die Bildungsarbeit sollte sich besonders an Menschen richten, die ein hohes Maß an Bereitschaft zeigen, sich mit Gesellschaft auseinander zu setzen und diese auf emanzipatorischen Wegen zu verändern. Das Ziel besteht darin, die angestrebte Auseinandersetzung mit Gesellschaft zu befördern und zu qualifizieren sowie verschiedene Praxen zu unterstützen, aus Erfahrungen anderer zu lernen und gemeinsames und solidarisches Agieren anzustoßen.
2. Linkes Bildungsverständnis:
Aus dieser Sicht geht es darum, verschiedene gesellschaftliche Ungleichverhältnisse in den Blick zu bekommen und die darin widerständigen AkteurInnen zu stärken und diese in die Lage zu versetzen, sich mit Gesellschaft auseinander zu setzen bzw. diese selbstbestimmt zu verändern und sich für emanzipative Entwicklungen einzusetzen.
3. Ressourcenknappheit:
Nicht zuletzt muss es aus dem Verständnis der Begrenztheit unserer Möglichkeiten heraus um Menschen gehen, die sich dadurch auszeichnen, als "Scharnier" zwischen Generationen, Wissensständen oder sozialen und politischen Gruppierungen zu fungieren. Das sind MultiplikatorInnen und ExpertInnen für Prozesse und Inhalte. Das Ziel hier besteht in Vernetzung, Vervielfachung von Prozess- und inhaltlichem Wissen sowie dessen zeitgemäßer innovativer Anpassung, Erneuerung oder Neugenerierung.