Im Fokus des Gesprächskreises steht das Verhältnis der Linken zu Religionen und Kirchen und die wachsende Bedeutung von Religion und Kirchen in den politischen Auseinandersetzungen und in den Kämpfen um rechte Hegemonie. Gerade auch der Rechtsruck in der Gesellschaft, der zunehmende antijüdische und antimuslimische Rassismus zwingt auch Linke, ihr Verhältnis zu den Religionen und Weltanschauungen zeitgemäß zu bestimmen. Hierzu gehört notwendigerweise auch die Gestaltung der Staat-Kirche-Beziehungen und die Verteidigung und Stärkung der Religions- und Weltanschauungsfreiheit als Menschenrecht und Voraussetzung von Demokratie. Die in den nationalen und internationalen Menschenrechtsdokumenten verankerte „Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses“ (Art. 4 GG) ist untrennbar verbunden mit der „Freiheit der Meinung, der Presse, Kunst, Wissenschaft, Forschung und Lehre“ (Art. 5 GG). Ohne die Religions- und Weltanschauungsfreiheit können keine Alternativen zur bestehenden Gesellschaft entwickelt und erprobt werden.
Das Ziel dieses Gesprächskreises besteht darin, einen Raum für weltanschauliche – sowohl atheistische als auch religions- und kirchen- und zugleich gesellschaftskritische – Fragen bereitzustellen und langfristig in gesellschaftlich relevanten Debatten ein eigenständiges, linkes Profil zu weltanschaulichen Fragen zu entwickeln – gerade auch vor dem Hintergrund einer stark säkular geprägten Linken.
Der Gesprächskreis setzt sich insbesondere in den religionspolitischen Kolloquien mit der Rolle von Religion und Kirche als zivilgesellschaftliche Akteure in den heute stark säkular geprägten Gesellschaften auseinander.
Der GK vereint Marxisten/Sozialisten, Christen und christliche Marxisten, Konfessionslose, Humanisten und Atheisten und Vertreter der strategischen Partner der RLS wie Kairos Europa und das Institut für Theologie und Politik in Münster (ITP), welche die Stimmen der weltweiten Christenheit (Ökumene) einbringen. Darüber hinaus kooperieren wir mit dem Berliner Institut für vergleichende Staat-Kirche-Forschung.
Zur Arbeit des Gesprächskreises gehört
- Diskussionen und Veranstaltungen zu aktuellen politischen Entwicklungen in Deutschland und weltweit und deren Konsequenzen für die Arbeit auf dem Feld des weltanschaulichen Dialogs
- Publikationen zum Verhältnis von Linken zu Religion und Kirchen
- Religionspolitische Kolloquien
- die Präsentation der RLS auf Kirchen- und Katholikentagen,
- die Durchführung von Seminaren und Webinaren zu aktuellen offenen Fragen
- die Begleitung programmatischer Debatten der Linken
Die Arbeit des Gesprächskreises wird von einem Koordinationskreis organisiert. Zu diesem gehören: Prof. Dr. Ulrich Duchrow, Jürgen Klute, Helmut Lechner, Dr. Julia Lis, Dr. Viola Schubert-Lehnhardt, Prof. Dr. Franz Segbers.
Kontakt:
| Rolle | Persondetails |
|---|---|
| Referentin für Parteienanalyse und den weltanschaulichen Dialog | Cornelia Hildebrandt E-Mail: cornelia.hildebrandt@rosalux.org Telefon: +49 30 44310 168 |