Kleinere Veranst. Projekt

Wie leben? Beziehungsweisen zwischen Revolution und Retraditionalisierung

Information

Jahr

2018

Typ

Kleinere Veranst.

Träger, Projekt­verantwort­liche

Bildungskollektiv Biko

Förder­summe

800 €

Projekt-Link

Beschreibung

Veranstaltungsreihe:Herbst/Winter 2018 in Erfurt

Ausgangspunkt der Veranstaltungsreihe ist die Überzeugung, dass die Frage der individuellen Beziehungsführung keine nebensächliche Privatangelegenheit, sondern ein zentrales Feld der (Wieder)herstellung unserer gesellschaftlichen Grundlagen ist: Zum einen lassen sich individuelle Vorstellungen über gelungene Beziehungen nur im Rahmen gesellschaftlicher Normen und sozialer Strukturen begreifen. Zum anderen ist die vermeintlich private Beziehungspraxis eine kaum zu überschätzender Beitrag zur Stabilisierung der Verhältnisse, schon allein, weil hier ohne finanzielle Gegenleistung die Arbeitskräfte von Morgen geboren, erzogen und jeden Tag wieder aufs neue fit gemacht werden. Und trotz anderslautender Lippenbekenntnisse wird diese Aufgabe auch 2018 noch vor allem von Frauen erledigt.

Sarah Speck hat sich in einem Forschungsprojekt mit häuslicher Aufgabenteilung auseinandergesetzt und begründet vor diesem Hintergrund eine gesellschaftskritische Perspektive auf die vermeintliche Privatsache »Beziehungsführung« als konzeptionelle Grundlage für die folgenden Veranstaltungen.

 Projektbetreuung: Landesstiftung Thüringen