Einführung in die materielle Förderung der Promotion

Stipendium gefördert über das BMBF (inkl. Thematische Promotion & Graduierten-Kolleg)

Höhe des Stipendiums und Zusatzbestandteile

Das Promotionsstipendium setzt sich aus folgenden Förderbeträgen zusammen:

  • Grundstipendium: 1.350,- €/Monat (elternunabhängig)
  • Forschungskostenpauschale: 100,- €/Monat
  • Zuschuss für Krankenkassenversicherung (ohne Pflegeversicherung): 50 % (max. 100 €)
  • Kinderbetreuungszuschlag: 155,- €/Monat
    (+ 50,- € für jedes weitere Kind) unter 18
  • Familienzuschlag: 155,- €/Monat (unter bestimmten Voraussetzungen [auch für Pflegekinder, die im eigenen Haushalt leben])

Das Stipendium bezahlen wir quartalsweise aus, d.h. viermal im Jahr. Mit einer Stipendienauszahlung erhaltet Ihr das Stipendium für drei Monate.

Wir können nur Zuschläge zur Krankenversicherung zahlen, wenn Ihr nicht familienversichert seid. Solltet Ihr also über Eure Partner*in versichert sein, können wir diese nicht übernehmen. Wir können 50%, bzw. maximal 100 Euro an Zuschuss für Eure eigene Versicherung zahlen. Schaut am besten, was am günstigsten für Euch ist.

Für die Pflegeversicherung können wir keinen Zuschuss gewähren.

Die Kinder- und Familienzulage wird unabhängig vom Kindergeld gezahlt. Ihr könnt also Kindergeld und von uns noch zusätzlich die Zulagen erhalten, wenn ihr laut unseren Richtlinien berechtigt dafür seid. Erhält Euer*e Ehe- oder Lebenspartner*in die Familienzulage mit der Zielsetzung der Ausbildungsförderung, können wir Euch die Familienzulage nicht nochmal zahlen. Bezieht das andere Elternteil bereits eine Kinderzulage, können wir diese ebenso nicht zahlen. Den Antrag und weitere Informationen zu den Zulagen findet ihr in unseren Berechnungsunterlagen und im Self-Service-Portal (SSP).

Förderdauer & Rechtliches

Die reguläre Förderzeit beträgt 24 Monate. Ihr könnt Euer Stipendium zwei Mal um jeweils sechs Monate verlängern. Hierzu stellt Ihr einen 1. und 2. Verlängerungsantrag.

Die gesamte Förderdauer beträgt im Normalfall drei Jahre. Die Förderhöchstdauer kann auf maximal vier Jahre ausgedehnt werden, wenn die Voraussetzungen für eine Elternzeit oder eine schwere Beeinträchtigung oder die Pflege eines Angehörigen gegeben sind.

Die Förderhöchstdauer von vier Jahren kann nur für Mütter, deren Kinder während der Förderung geboren werden, überschritten werden. Bei Einlingsgeburten beträgt der Mutterschutz drei Monate, bei Mehrlingsgeburten 5 Monate.

Eine Doppelförderung (mehrere Stipendien gleichzeitig) ist rechtlich ausgeschlossen!

Vorherige Förderungen seitens anderer Stiftungen etc. werden auf die Förderzeit angerechnet.

Nebentätigkeiten

Während der Förderung ist es möglich, einer Nebentätigkeit nachzugehen. Die maximale wöchentliche Arbeitszeit ist hier allerdings strikt begrenzt. Eine Tätigkeit in Forschung und Lehre darf die wöchentliche Arbeitszeit von 10 Stunden nicht überschreiten. In anderen, nicht wissenschaftlichen Tätigkeiten, d.h. außerhalb von Forschung und Lehre, ist die wöchentliche Arbeitszeit sogar auf maximal 5 Stunden begrenzt.

Arbeitszeiten in Nebentätigkeiten können nicht auf einen Monat oder ein ganzes Jahr hochgerechnet werden. Es ist auch nicht möglich, die Arbeitsstunden einer bezahlten Tätigkeit außerhalb und innerhalb von Forschung und Lehre miteinander zu kombinieren.

Unterbrechung / Aussetzen des Stipendiums

Aus gravierenden familiären, gesundheitlichen oder anderen Gründen kann die Förderung für maximal zwölf Monate unterbrochen werden.

Die Unterbrechung kann am Stück oder auch in mehreren Intervallen erfolgen (kumulativ).

In jedem Fall ist eine Zustimmung des Studienwerks erforderlich, weil die Unterbrechung Gelder freisetzt, die nur bedingt umgewidmet werden können.

Wir sind dazu verpflichtet, die Gründe für die Unterbrechung des Stipendiums genau zu prüfen.

Der 1. und 2. Verlängerungsantrag

Ihr braucht Euch nicht zu schämen, wenn Ihr diese Förderverlängerungen in Anspruch nehmen müsst. Es gibt so gut wie keine*n, der/die die Promotion in zwei Jahren erfolgreich beenden kann.

Der 1. Verlängerungsantrag ist deutlich umfänglicher als der 2. Verlängerungsantrag. Was für Unterlagen Ihr mit dem 1. und 2. Verlängerungsantrag einreichen müsst, erfahrt Ihr im Self-Service-Portal (SSP).

Bei allen Anträgen müsst Ihr unter anderem aktualisierte kommentierte Inhaltsverzeichnisse und Arbeits- und Zeitpläne einreichen. Bitte behaltet die Form bei, die auch bereits für die Bewerbung um das Stipendium erforderlich war. Die strikte Einhaltung der vorgegebenen Form erleichtert uns die Bearbeitung ungemein.

Die Kommentierung des Inhaltsverzeichnisses bedeutet: Wir möchten für jedes Kapitel in 3-5 Sätzen wissen, was darin behandelt wird, welche These entwickelt wird, und wie sich das Ganze zur anleitenden Forschungsfrage in Beziehung setzt (roter Faden). 

In einem beispielhaft übersichtlichen und aktualisierten Arbeits- und Zeitplan sind die fertig gestellten Teile mit einem »f«, in Arbeit befindliche Teile mit einem »A«, noch nicht bearbeite Teile mit einem »X« markiert.

Wir erwarten zum 1. Verlängerungsantrag:

  • Mind. 100 Seiten verschriftlichten Text (in Relation zur Normaldissertation, d.h. bei ca. 300 Seiten anvisierten Gesamtumfang – Wird die Dissertation umfangreicher anvisiert, erwarten wir auch mehr Text).
  • Empirische Erhebungen sollten abgeschlossen und ausgewertet sein, so dass sich im letzten Förderjahr komplett auf das Schreiben und Fertigstellen der Dissertation konzentriert werden kann.
  • Fertige Abschnitte bitte fetten, zuletzt fertiggestellte Abschnitte zusätzlich bitte kursivieren.
  • Bitte den Gesamtumfang und den anvisierten Gesamtumfang angeben: [300/105] [anvisierter Umfang/realisierter Umfang].

Was geschieht, wenn zum 1. Verlängerungsantrag keine 100 Seiten vorliegen?

Die 100 Seiten, die zum 1. Verlängerungsantrag vorliegen sollen, sind nur ein Orientierungswert, der sich an einer fiktiven Durchschnittsdissertation im geistes-/sozialwissenschaftlichen Bereich orientiert. Eine Arbeit kann aber anders gelagert sein. Insbesondere empirische und theoretische Arbeiten sind, was ihren Aufwand und die Arbeitsschritte anbelangt, nur schwer zu vergleichen.

Naturwissenschaftliche Arbeiten folgen einer eigenen Logik. Hier bitten wir Euch nach gesundem Menschenverstand vorzugehen.

Wir wollen niemanden künstlich unter Stress setzen. Wenn Ihr nicht 100, sondern deutlich weniger Seiten verschriftlicht habt, dann möchten wir aber nachvollziehen können, woran es liegt. Möglicherweise liegt es ja auch in der Sache begründet, oder wir können Euch in einem Arbeitsprozess unterstützen (z.B. durch ein Methodenseminar, eine Schreibwerkstatt, ein Zeitmanagementseminar oder einen Sprachkurs).

Ihr deutlich unter den 100 Seiten bleibt, solltet Ihr uns zusätzlich einen Einblick in den noch unfertigen Bereich Eurer Arbeit geben (Stichworte, Exzerpte, Transkriptionen, Fragmente), wodurch wir nachvollziehen können, wie weit die Arbeit vorangekommen ist. Die Transkribierung von Interviews oder ähnlichem dokumentiert – sofern notwendiger Arbeitsschritt – auch ein wichtiges Vorankommen.

Als Richtwert gilt auch, dass die empirischen Arbeiten mit dem zweiten Förderjahr möglichst abgeschlossen sein sollten. Aber auch das ist manchmal nicht möglich, weil es sich an einem Durchschnitt orientiert. Warum es zu einer Abweichung/Verzögerung kommt, müsste aber nachvollziehbar erklärt werden.

Elternjahr

Zusätzlich zum 1. und 2. Verlängerungsantrag könnt Ihr ein Elternjahr von zwölf, acht oder vier Monaten stellen, wenn Ihr ein Kind in einem bestimmten Alter habt oder dieses während der Förderung geboren wird. Die Zahl der zusätzlichen Fördermonate ist nach dem Zeitpunkt der Geburt des Kindes differenziert.

Eine Förderverlängerung um ein Jahr ist möglich, wenn Kinder im Alter bis zu 14 Jahren, für die das Personensorgerecht gegeben ist, zu betreuen sind und wenn dies vor oder während der Regelförderzeit (24 Monate) geboren wurde. Wurde das Kind im Förderabschnitt der 1. bzw. 2. Verlängerung geboren, können acht bzw. vier zusätzliche Monate bewilligt werden.

Dazu muss vor Ende der Regelförderzeit ein entsprechender Antrag mit all den einzureichenden Unterlagen und zu den gleichen Terminen wie bei Verlängerungsanträgen gestellt werden.

Der Elternjahr-Antrag erfordert die gleichen Unterlagen wie der 1. oder 2. Verlängerungsantrag. Was für Unterlagen Ihr mit dem Antrag einreichen müsst, erfahrt Ihr im Self-Service-Portal (SSP). 

Das Elternjahr entbindet nicht von der kontinuierlichen Arbeit an der Dissertation. Es dient lediglich zur Kompensationvon Verzögerungen und zur Herstellung von Chancengleichheit gegenüber Stipendiat*innen, die keine Kinder zu betreuen haben.

Antizipierte Entschleunigung des Arbeits- und Zeitplans aufgrund von Kindern

Weil das Elternjahr erst drei Monate vor Ablauf des zweiten Förderjahres beantragbar ist, selbst wenn das Kind früher geboren wird, haben wir hier eine wichtige Empfehlung, wie Ihr Euren Arbeits- und Zeitplan in den ersten beiden Förderjahren umsetzt, wenn Ihr bereits ein Kind unter 14 Jahren habt.

Damit bei Stipendiat_innen, die bereits im ersten oder zweiten Förderjahr ein eigenes Kind in ihrem Haushalt zu betreuen haben, sich die Chancengleichheit nicht erst im dritten Förderjahr nachträglich einstellt, sollten und können diese bereits in den ersten beiden Jahren der Förderung, in denen sie noch kein Elternjahr beantragen können, in ihrem Arbeits- und Zeitplan entsprechend das Tempo bis zu einem Drittel entschleunigen (reduzieren).

Das Elternjahr wird nach der Maßgabe eingeplant, dass man nach drei Jahren (inkl. Elternjahr) mit der Dissertation so weit sein müsste, wie andere (ohne Kind) durchschnittlich nach zwei Jahren Förderung sind, um dann eine Verlängerung für das vierte Jahr zu stellen.

Mutterschutz

Für jedes Kind, das während der Förderung geboren wird, erhält die Mutter zusätzlich drei Monate Mutterschutz.

Anders als bei der Elternzeit dient der Mutterschutz zum Schutz der Mutter und gilt im strengen Sinne nicht als Förderzeit. Während man in der Elternzeit verpflichtet ist, weiter an der Promotion zu arbeiten, ist man im Mutterschutz zu keiner Arbeit verpflichtet.

Verlängerung wegen Beeinträchtigung oder chronischer Krankheit oder häuslicher Pflege eines Angehörigen

Auf Antrag kann eine Förderverlängerung um höchstens zwölf Monate gewährt werden, wenn Ihr wegen einer Beeinträchtigung nur deutlich langsamer in der Dissertation vorankommen könnt.

Bitte nehmt mit uns in diesem Fall Kontakt auf, damit wir Euch individuell beraten können. Es bedarf einesärztlichen Attestes mit entsprechender Ausweisung des Zeitraumes der dauerhaft stark verminderten Arbeitsfähigkeit und des Grades der Arbeitsverminderung.

Im Falle der häuslichen Pflege eines Angehörigen (mindestens Pflegegrad 3) kann ebenfalls eine Förderverlängerung gewährt werden. Hierfür benötigen wir einen entsprechenden Nachweis.

In beiden Fällen muss vor Ende der Regelförderzeit bzw. mit den Verlängerungsanträgen ein entsprechender Antrag mit all den einzureichenden Unterlagen und zu den gleichen Terminen wie bei Verlängerungsanträgen gestellt werden.

Forschungsreisen ins Ausland

Für Forschungsreisen (Feldforschung etc.) und für Auslandsaufenthalte zur aktiven Teilnahmean wissenschaftlichen Konferenzen, die im Zusammenhang Eurer Dissertation stehen, gewähren wir Förderzuschläge.

Maximal drei Aufenthalte im Ausland und insgesamt bis zu 12 Monaten Dauer können wir fördern.

Wir fördern auch Sprachintensivkurse im Ausland, allerdings in der Regel kein Englisch.

Druckkostenzuschüsse nach Fertigstellung der Dissertation

Wir bezuschussen die finanzielle Eigenbeteiligung – nicht die Gesamtkosten für die Drucklegung Eurer Promotionsschrift.

Die Gesamtnote (inkl. Disputation) muss mindestens magna cum laude sein.

Der Basiszuschuss beträgt 500 und ist unabhängig vom Zeitpunkt der Einreichung der Dissertationsschrift in der Fakultät.

Bei erfolgreicher Beendigung der Dissertation innerhalb oder bis max. zwölf Monate nach Beendigung der Förderhöchstdauer gewähren wir noch einen zusätzlichen Zuschuss in Höhe von 250 €.

Der gesamte Zuschuss von bis zu 750 € wird nach der Publikation auf Euer Konto überwiesen. Ihr müsst also hinsichtlich der gesamten Eigenbeteiligung an der Drucklegung Eurer Dissertationsschrift bei dem Verlag Eurer Wahl in Vorleistung gehen.

Die Antragsformalia findet Ihr im Intranet und demnächst im Self-Service-Portal (SSP).

Antragswesen (Verlängerungen) & Berichterstattung auf einen Blick

Die bürokratischen Anträge und Berichte sind vielleicht lästig, sie sind jedoch zwingend erforderlich. Sie erfüllen aber auch noch einen anderen wichtigen Zweck für Eure Metareflexion auf den Promotionsprozess und können für Eure Arbeit produktive Anstöße geben, wie der folgende Auszug aus dem Bericht eine*r Stipendiat*in zum Förderende zeigt:

»Die am Anfang ›ungeliebten‹ Zeit- und Arbeitspläne, wie auch das Exposé für die Bewerbung erwiesen sich im Verlauf der Arbeit an der Dissertationsschrift als sehr nützlich. Ungeliebt war diese bürokratische Arbeit, weil es in dieser frühen Phase oft eine gewisse ›Überforderung‹ für mich darstellte, zumal sich das Projekt ja noch in einem frühen Stadium befand. Oft erschien es mir ein bisschen wie das Stochern in einem Nebel. Allmählich aber boten die gemachten Planungen Halt, und auch die Pflicht zur regelmäßigen Überprüfung des Arbeitsstandes zur Rechenschaftsablegung gegenüber der fördernden Stiftung bot Orientierung im Nebel. Ich bin mir sicher, dass es anderen Promotionsstipendiat*innen auch so ergeht. Insofern könnte man den positiven Aspekt des ›Berichtewesens‹ seitens der Stiftung noch etwas besser hervorheben.  Die Berichte haben zwar viel Zeit in Anspruch genommen. Aber das Berichtewesen hat eine Orientierung geschaffen, dank derer ich imstande war, ab einem bestimmten Punkt die Arbeit einfach nur noch herunterzuschreiben.« 

Hier findet Ihr noch einmal sämtliche Antragsfristen auf einen Blick:

  • Nach 11 Monaten: Jahresbericht (Bei regulärem, nicht verschobenen Förderbeginn ist dies entweder der 28. Februar oder 31.August.)
  • Nach 21 Monaten: 1. Verlängerungsantrag (oder Elternzeit für 12 Monate)
    (Den Antrag stellst Du in der Regel 3 Monate vor Ablauf der Regelförderzeit. Bei regulärem, nicht verschobenen Förderbeginn ist dies entweder der 30. Juni oder der 31. Dezember.)
  • Nach 27 Monaten: 2. Verlängerungsantrag (oder Elternzeit für 8 Monate)
    (Den Antrag stellst Du in der Regel 3 Monate vor Ablauf der Regelförderzeit. Bei regulärem, nicht verschobenen Förderbeginn ist dies entweder der 30. Juni oder der 31. Dezember.) Der 2. Verlängerungsantrag ist ein deutlich verkürzter Antrag!!!
  • Nach der Disputation: Antrag auf Druckkostenzuschuss

Die Fristen für die Anträge und Berichte können individuell variieren – je nach Förderungsbeginn!!!

In den Tabellen »Rhythmen der Berichterstattung« findest Du noch einmal eine hilfreiche Aufstellung.

Was für Unterlagen Ihr mit dem jeweiligen Antrag einreichen müsst, erfahrt Ihr im Self-Service-Portal (SSP).

Schaut unbedingt zeitnah im Self-Service-Portal nach, damit Ihr bestimmte Unterlagen, wie z.B. ein Gutachten Eurer Doktormutter oder Eures Doktorvaters, rechtzeitig einholt. Ihr seid für die fristgerechte und vollständige Einreichung der Anträge und Berichte selbst verantwortlich!

Das Förderende

Das Förderende ist erreicht,

  • wenn kein Antrag auf Verlängerung nach Ablauf der Regelförderzeit gestellt wird,
  • wenn die Förderhöchstdauer erreicht wurde,
  • nach der Disputation, wenn diese innerhalb der Förderhöchstdauer absolviert wird, oder
  • spätestens sechs Monate nach Einreichen der Dissertation in der Fakultät, wenn dies noch innerhalb der Förderungshöchstdauer ist.

Mit dem Förderende erwarten wir von Euch einen Bericht über das Förderende.

Der Bericht muss spätestens vier Wochen vor dem Förderende bei uns eingehen. Erst nach Abgabe dieses Berichtes kann die Zahlung des Stipendiums für den letzten Fördermonat erfolgen.

Auch hierzu findet Ihr im Self-Service-Portal (SSP) die erforderlichen Informationen.

Internationales Stipendium des Auswärtigen Amts (AA & SPNA)

Interessen des Auswärtigen Amtes

Das Auswärtige Amt als Zuwendungsgeber für dieses internationale Stipendium versteht unter der Förderung ein Element der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. Ziel soll das Erlernen der deutschen Sprache und das Kennenlernen des Gastlandes sowie das Bekanntmachen Deutschlands im Heimatland sein. Ferner geht es dem Auswärtigen Amt um die Qualifizierung von Fach- und Führungskräften aus anderen Ländern und um die Förderung (wirtschaftlicher) Zusammenarbeit mit Deutschland.

Das Sonderprogramm für Nordafrika (SPNA) gehört zum Bereich des Internationalen Stipendiums des Auswärtigen Amtes (AA)

Höhe des Stipendiums und Zusatzbestandteile

Das Promotionsstipendium setzt sich aus folgenden Förderbeträgen zusammen:

  • Grundstipendium: 1.200,- €/Monat
  • Mobilitätspauschale: 100,- €/Monat
  • Zuschuss für Krankenkassenversicherung: 50 % der Versicherungskosten (jedoch maximal 100 €)
  • Kinderzuschlag* (nur auf Antrag): 204,- €/Monat

*Nur unter bestimmten Voraussetzungen, siehe Antragsformular im SSP

 

Das Stipendium bezahlen wir monatsweise aus.

We pay the scholarship every month.

Wir können nur Zuschläge zur Krankenversicherung zahlen, wenn Ihr nicht familienversichert seid. Solltet Ihr also über Eure Partner*in versichert sein, können wir diese nicht übernehmen. Wir können 50%, bzw. maximal 100 Euro an Zuschuss für Eure eigene Versicherung zahlen. Schaut am besten, was am günstigsten für Euch ist.

Auch für die Pflegeversicherung können wir einen Zuschuss gewähren.

Wie lange läuft das Stipendium?

  • Reguläre Förderzeit: insgesamt 24 Monate
  • Zusätzlich zu den 24 Monaten Grundförderung sind verschiedene Verlängerungen auf Antrag möglich:

a) Stipendiat*innen ohne Kinder: 2x6 Monate (1. und 2. Verlängerungsantrag)

b) Stipendiat*innen mit Kindern/Elternzeit*: 2x6 Monate (1. und 2. Verlängerungsantrag) plus maximal 12 Monate (hinzu kommen pro Kind, das während der Stipendienzeit geboren wurde, 3 Monate Mutterschutz)
*Genaueres zum Beantragen von Elternzeit findet Ihr weiter unten

c) Stipendiat*innen mit Beeinträchtigungen (Behinderung, schwere Krankheit): 2x6 Monate (1. und 2. Verlängerungsantrag) plus maximal 12 Monate (je nach Schwere und Dauer der Beeinträchtigung)
*Genaueres zum Beantragen von Verlängerungen wegen Beeinträchtigungen findet Ihr weiter unten

  • Maximal bis zur Disputation oder zum Rigorosum, jedoch nicht länger als 6 Monate nach Einreichen der Dissertation

Alle Verlängerungen müssen selbstständig spätestens drei Monate vor Ablauf des Stipendiums in digitaler Form über unser Self Service Portal (SSP) beantragt werden!

Eine Doppelförderung (mehrere Stipendien gleichzeitig) ist rechtlich ausgeschlossen!

Vorherige Förderungen:  Wenn Ihr für die Promotion bereits vorher ein Stipendium erhalten habt, wird die Anzahl der vorher geförderten Monate von unserer Stipendiendauer abgezogen!

Welche Berichte/Verlängerungsanträge müsst Ihr einreichen?

Alle Berichte müssen in digitaler Form über unser Self Service Portal (SSP) eingereicht werden.

  • Jahresbericht (Termin: vor Ablauf der ersten 11 Fördermonate)    
  • Verlängerungsanträge (Termin: drei Monate vor Ablauf der Förderzeit)
  • Abschlussbericht (Termin: 4 Wochen vor Förderende)

Im SSP könnt Ihr sehen, wann welche Berichte fällig sind. Bitte reicht alle Berichte immer pünktlich ein, damit Euer Stipendium sicher ist und rechtzeitig überwiesen werden kann! Falls es Euch einmal nicht möglich sein sollte, einen Bericht pünktlich einzureichen, informiert uns bitte rechtzeitig und nennt die Gründe.

Mündlicher Bericht:

  • Einmaliges Vorstellen Deiner Promotion im Doktorand*innenseminar (möglichst innerhalb der Grundförderung, also der ersten beiden Förderjahre)

Was sollt Ihr in den Jahresbericht/ Verlängerungsantrag hereinschreiben?

Jahresberichte und Verlängerungsanträge sind im Aufbau fast identisch. Im SSP findet Ihr alle Hinweise und Mustervorlagen, welche Informationen Euer Jahresbericht/Verlängerungsantrag enthalten muss. Bitte ladet alle Dateien im pdf-Format hoch!

Dies sind die wichtigsten Komponenten Eurer Berichte:

  • Bericht über Stand der Arbeit, Fortschritt, Probleme
  • Kommentiertes Inhaltsverzeichnis (Muster im SSP)
  • Arbeits- und Zeitplan (Muster im SSP)
  • Geschriebene Textteile (nicht im Jahresbericht, nur zu den Verlängerungsanträgen!)
  • Gutachten der Betreuer*in (Fragenkatalog im SSP)
  • Gesellschaftliches Engagement
  • Besuchte Veranstaltungen des Studienwerks und der RLS

Wie lange dürft Ihr Euch während des Stipendiums im Ausland aufhalten?

Private Auslandaufenthalte:

  • Maximal 6 Wochenprivate Auslandsaufenthalte pro Jahr bei Stipendienzahlung!
  • Längere Auslandsaufenthalte müssen dem Studienwerk mitgeteilt werden und können nicht finanziert werden!
  • Auslandsaufenthalte möglichst früh mitteilen

Forschungsaufenthalte:

  • Sind unter bestimmten Voraussetzungen möglich, hier sind aber immer individuelle Absprachen mit dem Studienwerk notwendig!
  • Bitte möglichst frühzeitig das Studienwerk informieren
  • Reisekosten können nicht erstattet werden

Wann müsst Ihr Euren Aufenthaltstitel einreichen?

Wir benötigen immer einen gültigen Aufenthaltstitel von Euch, deshalb

  • Bitte den aktuellen Titel immer unaufgefordert einreichen.
  • Unbedingt Änderungen des Titels mitteilen (z.B. Heirat).

Sind Nebentätigkeiten während des Stipendiums möglich?

Während der Förderung ist es möglich, einer Nebentätigkeit nachzugehen. Ihr dürft pro Monat allerdings maximal 450 € pro Monat verdienen und müsst dies auch durch einen Vertrag nachweisen. Wenn Ihr mehr verdient, müssen wir das vom Stipendium abziehen. Eure Nebentätigkeit darf das Erreichen des Förderzieles (Promotion) nicht gefährden.

Kann ich das Stipendium unterbrechen/aussetzen?

Aus gravierenden familiären, gesundheitlichen oder anderen Gründen kann die Förderung für maximal zwölf Monate unterbrochen werden.

Die Unterbrechung kann am Stück oder auch in mehreren Intervallen erfolgen (kumulativ).

In jedem Fall ist eine Zustimmung des Studienwerkserforderlich, weil die Unterbrechung Gelder freisetzt, die nur bedingt umgewidmet werden können.

Wir sind dazu verpflichtet, die Gründe für die Unterbrechung des Stipendiums genau zu prüfen.

Verlängerungsantrag Elternzeit

Zusätzlich zum 1. und 2. Verlängerungsantrag könnt Ihr eine Elternzeit von zwölf, acht oder vier Monaten beantragen, wenn Ihr ein Kind in einem bestimmten Alter habt oder dieses während der Förderung geboren wird. Die Zahl der zusätzlichen Fördermonate richtet sich nach dem Zeitpunkt der Geburt des Kindes:

  • eine Förderverlängerung um 12 Monate ist möglich, wenn Ihr ein oder mehrere Kinder im Alter bis zu 14 Jahren, für die du das Personensorgerecht habt, nach Deutschland mitgenommen habt; das Kind/die Kinder müssen vor oder während der Regelförderzeit (die ersten 24 Monate unserer Förderung ) geboren sein
  • Wurde das Kind während der 1. Verlängerung geboren, können acht zusätzliche Monate bewilligt werden
  • Wurde das Kind während der 2. Verlängerung geboren, können vier zusätzliche Monate bewilligt werden

Der Elternjahr-Antrag erfordert die gleichen Unterlagen wie der 1. oder 2. Verlängerungsantrag und muss 3 Monate vor dem jeweiligen Förderende über das SSP eingereicht werden, genauso, wie die anderen Verlängerungsanträge.

Das Elternjahr entbindet nicht von der kontinuierlichen Arbeit an der Dissertation. Es dient lediglich zur Kompensationvon Verzögerungen und zur Herstellung von Chancengleichheit gegenüber Stipendiat*innen, die keine Kinder zu betreuen haben.

Mutterschutz

Für jedes Kind, das während der Förderung geboren wird, erhält die Mutter zusätzlich drei Monate Mutterschutz.

Anders als bei der Elternzeit dient der Mutterschutz zum Schutz der Mutter und gilt im strengen Sinne nicht als Förderzeit. Während man in der Elternzeit verpflichtet ist, weiter an der Promotion zu arbeiten, ist man im Mutterschutz zu keiner Arbeit verpflichtet.

Verlängerungsantrag wegen Beeinträchtigung (schwerer Krankheit, Behinderung)

Auf Antrag kann eine Förderverlängerung um höchstens zwölf Monate gewährt werden, wenn Ihr wegen einer Beeinträchtigung nur deutlich langsamer in der Dissertation vorankommen könnt.

Bitte nehmt mit uns in diesem Fall Kontakt auf, damit wir Euch individuell beraten können. Es bedarf eines ärztlichen Attestes mit entsprechender Ausweisung des Zeitraumes der verminderten Arbeitsfähigkeit und des Grades der Arbeitsverminderung.

Der Verlängerungsantrag wegen Beeinträchtigung erfordert die gleichen Unterlagen wie der 1. oder 2. Verlängerungsantrag und muss 3 Monate vor dem jeweiligen Förderende über das SSP eingereicht werden, genauso, wie die anderen Verlängerungsanträge. `

Wann endet Eure Förderung?

Eure Förderung endet,

  • wenn kein Antrag auf Verlängerung nach Ablauf der Regelförderzeit gestellt wird
  • wenn die Förderhöchstdauer erreicht wurde
  • nach der Disputation/dem Rigorosum, wenn diese innerhalb der Förderhöchstdauer absolviert werden oder
  • spätestens sechs Monate nach Einreichen der Dissertation in der Fakultät, wenn dies noch innerhalb der Förderhöchstdauer ist

Vier Wochen vor dem Förderende erwarten wir von Euch einen Bericht über das Förderende. Dazu füllt Ihr online ein Formular aus. Auch hierzu findet Ihr im Self-Service-Portal (SSP) die erforderlichen Informationen.

Druckkostenzuschüsse nach Fertigstellung der Dissertation

Wir bezuschussen die finanzielle Eigenbeteiligung – nicht die Gesamtkosten für die Drucklegung Eurer Promotionsschrift.

Die Gesamtnote (inkl. Disputation) muss mindestens magna cum laude sein.

Der Basiszuschuss beträgt 500 und ist unabhängig vom Zeitpunkt der Einreichung der Dissertationsschrift in der Fakultät.

Bei erfolgreicher Beendigung der Dissertation innerhalb oder bis max. zwölf Monate nach Beendigung der Förderhöchstdauer gewähren wir noch einen zusätzlichen Zuschuss in Höhe von 250 €.

Der gesamte Zuschuss von bis zu 750 € wird nach der Publikation auf Euer Konto überwiesen. Ihr müsst also hinsichtlich der gesamten Eigenbeteiligung an der Drucklegung Eurer Dissertationsschrift bei dem Verlag Eurer Wahl in Vorleistung gehen.

Die Anträge findet Ihr im Intranet und demnächst im Self-Service-Portal (SSP).

Hier findet Ihr noch einmal sämtliche Antragsfristen auf einen Blick

Nach 11 Monaten: Jahresbericht
(Bei regulärem, nicht verschobenen Förderbeginn ist dies entweder der 28. Februar oder 31.August.)

Nach 21 Monaten: 1. Verlängerungsantrag (oder Elternzeit für 12 Monate)
(Den Antrag stellst Du in der Regel 3 Monate vor Ablauf der Regelförderzeit. Bei regulärem, nicht verschobenen Förderbeginn ist dies entweder der 30. Juni oder der 31. Dezember.)

Nach 27 Monaten: 2. Verlängerungsantrag (oder Elternzeit für 8 Monate)
(Den Antrag stellst Du in der Regel 3 Monate vor Ablauf der Regelförderzeit. Bei regulärem, nicht verschobenen Förderbeginn ist dies entweder der 30. Juni oder der 31. Dezember.)
Der 2. Verlängerungsantrag ist ein deutlich verkürzter Antrag!!!

Nach der Disputation: Antrag auf Druckkostenzuschuss

Die Fristen für die Anträge und Berichte können individuell variieren – je nach Förderungsbeginn!!!

In den Tabellen »Rhythmen der Berichterstattung« findest Du noch einmal eine hilfreiche Aufstellung.

Was für Unterlagen Ihr mit dem jeweiligen Antrag einreichen müsst, erfahrt Ihr im Self-Service-Portal (SSP).

Schaut unbedingt zeitnah im Self-Service-Portal nach, damit Ihr bestimmte Unterlagen, wie z.B. ein Gutachten Eurer Doktormutter oder Eures Doktorvaters, rechtzeitig einholt. Ihr seid für die fristgerechte und vollständige Einreichung der Anträge und Berichte selbst verantwortlich!

Sonderprogramm für Verfolgte Wissenschaftler*innen aus der Türkei (AA SPWT, Prom & Post Doc)

Das Sonderprogramm für Verfolgte Wissenschaftler*innen aus der Türkei (SPWT) gehört zum Bereich des Internationalen Stipendiums des Auswärtigen Amtes (AA).

Das Studienwerk bietet eine sehr begrenzte Anzahl von Kurzzeitstipendien für Master-Absolvent*innen, Doktorand*innen und Gastwissenschaftler*innen (Post-Docs) aus allen akademischen Disziplinen an. Letzteres richtet sich speziell an Wissenschaftler*innen, die einen begrenzten Zeitraum an einer deutschen Universität verbringen.

Die Wissenschaftler*innen sind in der Türkei staatlichen Repressionen (oftmals Berufsverbot) ausgesetzt, weil sie in der Regel den Aufruf von Academics für Peace unterschrieben haben.

Höhe des Stipendiums und Zusatzbestandteile

Das Promotions-Kurzzeitstipendium setzt sich aus folgenden Förderbeträgen zusammen:

  • Grundstipendium: 1.200,- €/Monat (elternunabhängig)
  • Pauschalierte Nebenleistung: 20,- €/Monat
  • Mobilitätspauschale: 100,- €/Monat
  • Zuschuss für Kranken- und Pflegeversicherung: 50 % (max. 100 €)
  • Kinderzuschlag (nur auf Antrag): 204,- €/Monat (pro Kind)

(unter bestimmten Voraussetzungen)

Das Stipendium bezahlen wir monatsweise aus.

We pay the scholarship every month.

Wir können nur Zuschläge zur Krankenversicherung zahlen, wenn Ihr nicht familienversichert seid. Solltet Ihr also über Eure Partner*in versichert sein, können wir diese nicht übernehmen. Wir können 50%, bzw. maximal 100 Euro an Zuschuss für Eure eigene Versicherung zahlen. Schaut am besten, was am günstigsten für Euch ist.

Das Postdoc-Kurzzeitstipendium setzt sich aus folgenden Förderbeträgen zusammen:

  • Grundstipendium: 2.500,- €/Monat (elternunabhängig)
    basic scholarship
  • Pauschalierte Nebenleistung: 20,- €/Monat
    A flat
  • Kinderzuschlag (nur auf Antrag): 204,- €/Monat (unter bestimmten Voraussetzungen)
    additional fee for children (under specific circumstances)

Das Stipendium bezahlen wir monatsweise aus.

We pay the scholarship every month.

Förderdauer & Rechtliches

Das Kurzzeitstipendium läuft sechs Monate.

Der Aufenthalt in Deutschland ist eine Voraussetzung für das Stipendium. Es ist nicht möglich, das Stipendium im Ausland zu nutzen.

Es kommen jeweils die Richtlinien der Förderung von Promovierenden (AA) oder Post-Doc (AA) sinngemäß zur Anwendung.

Nebentätigkeiten

Während der Förderung ist es möglich, einer Nebentätigkeit nachzugehen. Ihr dürft pro Monat allerdings maximal 450 € pro Monat verdienen und müsst dies auch durch einen Vertrag nachweisen. Wenn Ihr mehr verdient, müssen wir das vom Stipendium abziehen. Eure Nebentätigkeit darf das Erreichen des Förderzieles (Promotion) nicht gefährden.

Erstattungen von Fahrt- und Übernachtungskosten

Für die Teilnahme an Veranstaltungen der Rosa-Luxemburg-Stiftung oder einer Landesstiftung des regionalen Stiftungsverbundes übernehmen wir Fahrtkosten und ggf. Übernachtungskosten, die wir in Form einer Pauschale auszahlen.

Sofern es sich um eine Veranstaltung des Studienwerks handelt, sind die Veranstaltungen, für die wir Erstattungen gewährleiten, nicht limitiert.

Für andere Veranstaltungen der Rosa-Luxemburg-Stiftung oder von deren Landesstiftungen könnt Ihr für drei Veranstaltungen im Inland Erstattungen beantragen.

Voraussetzung für die Erstattung ist, dass Ihr Euch zuvor für die Veranstaltung angemeldet und in die am Veranstaltungsort ausliegenden Teilnahmelisten eingetragen habt.

Verlängerung des Kurzzeitstipendiums

Das Kurzzeitstipendium kann unter bestimmten Bedingungen bis zu sechs weitere Monate verlängert werden.

Es wird allerdings eine stärkere Gewichtung auf zusätzliche Neuaufnahmen gelegt, statt auf eine großzügige Verlängerungspraxis.

Grundsätzlich wird angestrebt, den Personen, die ein Kurzzeitstipendium bekommen haben, auf der Suche nach einem externen Anschlussstipendium in Deutschland nach Kräften zu unterstützen.

Die Kriterien für die Verlängerung von Kurzzeitstipendien sind:

  • Anhaltende politische Notsituation;
  • Vorbereitung/Überbrückung einer Bewerbung auf ein Promotionsstipendium;
  • Zeitnaher Abschluss des wissenschaftlichen Projektes (1-3 Monate davor);
  • Andere akademische Berufsperspektiven im unmittelbaren Übergang.

Der Verlängerungsantrag beinhaltet einen aktuellen Aufenthaltstitel, ein Gutachten zum Arbeitsstand sowie einen aktualisierten Arbeits- und Zeitplan.

Zusatzbestimmungen während der Corona-Pandemie

Nachricht vom 20.03.2020

Möglichkeiten im Umgang mit Sorgen hinsichtlich eines gesicherten Promotionsverlaufs während der Corona-Krise

Liebe neu in die Förderung aufgenommenen Promotionsstipendiat*innen,

zunächst einmal möchten wir, das Promotionsteam im Studienwerk, Euch herzlich beglückwünschen für den Erhalt eines Stipendiums bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Wir freuen uns sehr, Euch persönlich kennenzulernen und über mehrere Jahre begleiten zu dürfen.

Uns erreichen zunehmend Anrufe von Euch mit vielen Fragen, die hauptsächlich Sorgen erkennen lassen hinsichtlich eines gesicherten Promotionsverlaufs trotz Coronakrise, aber auch die materielle Seite der Promotionsförderung betreffend. Die Corona-Pandemie macht es Euch zurzeit nicht unbedingt leicht, zu promovieren, falls die Reise- und Bewegungsfreiheit oder auch Bibliotheken und Archive über einen längeren Zeitraum eingeschränkt bzw. geschlossen bleiben sollten. Dann kommen Arbeits- und Zeitpläne durcheinander, weil geplante Feldforschungen, empirische Erhebungen, Interviews etc. nicht durchführbar sind oder der Zugang zu wissenschaftlichen Quellen nicht gewährleistet ist. Mit philosophischen Promotionsthemen ist man vermutlich gerade am besten aufgestellt, aber auch dann kann es schwierig werden, wenn man z.B. wegen Kinderbetreuung faktisch unter Quarantäne- oder Isolationsbedingungen keinen Rückzugsraum mehr hat, um sich auf einen Text konzentrieren können.

Wenn Ihr den Stipendiumsantritt aufgrund der Corona-Pandemie um einige Monate verzögern möchtet, so haben wir vollstes Verständnis dafür. Bis zu vier Monate hinausgeschobener Antritt könnt Ihr uns mit einer einfachen E-Mail mitteilen. Bei längeren Verzögerungen bitten wir um eine Rücksprache, die wir erst genehmigen wollen. Denn vereinzelte Verzögerungen des Stipendiumsantritt sind sicherlich kein Problem für den Mittelabfluss, summiert sich das aber zu sehr, bekommen wir Probleme mit dem Abfluss und müssten ggf. Stipendien unbesetzt lassen.        

Mit den Mittelzuwendungsgebern haben wir auch hinsichtlich einer ähnlich gelagerten Angelegenheit eine Zusicherung bekommen und können Euch also zusätzlich vergewissern, dass Möglichkeiten auch in der Förderung vorgesehen sind, durch die Corona-Krise bedingte Zeitverluste durch zusätzliche Förderverlängerungen zu kompensieren. Das ist nur kein Allheilmittel (u.a. weil die maximale Förderdauer von vier Jahren vom Zuwendungsgeber nicht zugleich erhöht wurde und also mit anderen Möglichkeiten der zusätzlichen Förderung – z.B. wegen Kindererziehung, Beeinträchtigung, chronischer Erkrankung oder häuslicher Pflege eines Angehörigen – konkurriert und man schnell auch ohne Corona am Limit der Förderhöchstdauer sein kann). Ferner Beachtet unbedingt: Grundsätzlich werdet Ihr seitens des BMBF dazu angehalten, ggf. Eure Arbeitspläne so umzustellen, dass keine Zeit dadurch verloren geht, weil Euch wegen der Corona-Pandemie Zugänge zu Archive, empirische Feldforschung, Auslandsreisen etc. temporär verwehrt sind. Ihr müsst prüfen, ob Ihr andere Arbeitsprozesse (z.B. das Lesen und Exzerpieren wissenschaftlicher Literatur oder Konzipieren und Schreiben von Einleitungen/theoretischen oder methodischen Kapiteln etc.) vorziehen könnt. – Und wir müssen prüfen, ob Ihr das getan habt, um Verzögerungen im Zeitplan zu vermeiden!

Das Promotionsstipendium darf aber auch grundsätzlich wegen gravierender Gründe, zu denen vor allem familiäre, gesundheitliche und bedingt auch andere Gründe zählen, max. 12 Monate ausgesetzt werden (entweder am Stück oder in Intervallen). Das BMBF gewährt nunmehr auch die temporäre Möglichkeit, das Stipendium wegen der Corona-Pandemie auszusetzen. – Aussetzen bedeutet allerdings: Ihr bekommt in der Zeit kein Geld, es geht allerdings auch keine Förderzeit verloren. Eine weitere – sicher bessere – Möglichkeit, besteht – sofern eine Bearbeitung anderer Fragestellungen/Aspekte des Dissertationsvorhabens im Einzelfall nicht sinnvoll möglich ist – dies uns (dem Studienwerk) im Jahresbericht, bzw. den fristgerecht anfallenden Verlängerungsanträgen (darüber berichten wir zum 14. April!) glaubhaft darzustellen. In diesen Fällen gewähren wir Euch eine Verlängerung trotz erheblicher Verzögerungen im Arbeits- und Zeitplan! Wir gehen davon aus, dass das die Regel sein wird und wollen Euch unterstützen, wo wir es können! Insbesondere zulässig ist auch ein außerordentlicher Verlängerungsantrag wegen pandemiebedingter Gründe, der ansonsten nur wegen chronisch bedingter Beeinträchtigung, chronischer Krankheit oder häuslicher Pflege eines Angehörigen zu stellen möglich gewesen wäre. (Hierzu informieren wir ebenfalls später und beraten in der Regel nur am Telefon oder vis-à-vis individuell. – Ihr sollt hier erst einmal nur wissen, dass es die Möglichkeit dazu gibt.)   

Fragen, die sich zum gesamten Komplex der materiellen und ideellen Promotionsförderung ergeben, möchten wir Euch bitten, uns erst zu stellen, nachdem wir Euch bis zum 14. April 2020 die Informationen zur materiellen und ideellen Förderung sowie einführende Stiftungsinformationen zugesendet haben. Wir bereiten diese Informationen gerade so auf, dass sie einfach zu verstehen sind und möglichst wenige neue Fragen aufwerfen. Falls aber weitere Fragen entstehen werden, dann scheut Euch nicht, diese zu stellen. – Entweder per E-Mail oder am besten am Telefon: Für die 16. bis einschließlich 20. Kalenderwoche (14. April bis 15. Mai) planen wir ein Infotelefon mit besonderen Sprechzeiten, die wir noch bekanntgeben werden. Dieses Infotelefon ist nur für Euch neu aufgenommenen Stipendiat*innen und Eure speziellen Fragen.     

Hier stellen wir uns als Eure Begleitung im Studienwerk vor:

Juliane Kretschmer ist Eure zuständige Sachbearbeiterin. – Sie ist zuständig für sämtliche Fragen zur materiellen Förderung. Wie umfänglich das ist – und was es genau bedeutet mit Blick auf Euer Berichte- und Antragswesen, werden wir Euch noch bis zum 14. April mitteilen. Ihr erreicht sie per E-Mail: juliane.kretschmer@rosalux.org oder per  im Büro per Telefon: 030-44310-138 (Während der Corona-Krise ist dieses Büro nicht besetzt!). Daniela Landgraf ist die Stellvertretung für Juliane: daniela.landgraf@rosalux.org.

Sandra Thieme ist zuständige Referentin für alle Promotionsstipendiat*innen, die in Berlin ihren Wohnsitz haben, und zudem auch für die Stipendiat*innen, die über das Auswärtige Amt (AA) gefördert werden. Ihr erreicht sie momentan per E-Mail: sandra.thieme@rosalux.org (in Nicht-Krisen-Zeiten mittwochs bis freitags, Telefon: 030-44310-456 -Während der Corona-Krise ist dieses Büro nicht besetzt!). Als Referentin übernimmt sie überwiegend die ideelle Begleitung, Beratung und Förderung in Euren Promotionsprozessen und hinsichtlich des Hineinwirkens in die gesamte Stiftung.

Marcus Hawel ist zuständiger Referent für alle Promotionsstipendiat*innen, die außerhalb Berlins ihren Wohnsitz haben, und zudem auch für die verfolgten türkischen Wissenschaftler*innen. Ihr erreicht ihn per E-Mail: marcus.hawel@rosalux.org oder per Telefon: 030-44310-457 (P.S. Bei diesem Telefon ist eine Weiterleitung auf das Handy aktiviert, so dass Ihr Marcus auch außerhalb des Büros erreichen könnt. Bitte konzentriert Eure Anrufe auf Werktags zwischen 16-18 Uhr. Als Referent übernimmt er ebenfalls überwiegend die ideelle Begleitung, Beratung und Förderung in Euren Promotionsprozessen und hinsichtlich des Hineinwirkens in die gesamte Stiftung. Zudem ist er stellvertretender Direktor des Studienwerks.

Auf unabsehbare Zeit sind wir überwiegend im Homeoffice, um der Coronakrise zu trotzen und den Betrieb der Promotionsförderung aufrechtzuhalten, so gut es geht.

Bleibt gesund und kommt gut durch den Tag!

Herzliche Grüße,

Juliane Kretschmer, Daniela Landgraf, Sandra Thieme und Marcus Hawel

Nachricht vom 02.04.2020

Verlängerungsmöglichkeit der Promotionsförderung wegen Behinderung der Arbeitstätigkeit durch den Shutdown in Deutschland und weltweit während der Corona-Pandemie (Covid 19) in 2020  

Als Promotionsstipendiat*innen könnt Ihr, sofern Eure Arbeitstätigkeit an der Promotion im Zuge der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie erheblich behindert wird (mindestens 50%) und durch keine Umstellung des Arbeits- und Zeitplans kompensiert werden kann, einen zusätzlichen Verlängerungsantrag stellen.

Wir behandeln diesen Antrag analog zum Verlängerungsantrag wegen chronischer Beeinträchtigung, Krankheit oder der Betreuung eines pflegebedürftigen Angehörigen (dritter Verlängerungsantrag). 

Beachtet bitte, dass wir diese zusätzliche Förderzeit nur dann gewähren können, wenn dadurch die gesamte Förderdauer die vom Zuwendungsgeber festgelegte Höchstförderdauer von vier Jahren nicht überschritten wird (mit in die Förderdauer eingerechnet werden muss mit Ausnahme des dreimonatigen Mutterschutzes insbesondere auch ggf. das Elternjahr und/oder bereits gewährte Förderverlängerungen wegen chronischer Beeinträchtigung etc.).

Ferner beachtet, dass wir von der Möglichkeit einer Förderverlängerung wegen der Corona-Krise nur dann Gebrauch machen werden, wenn der Shutdown, bzw. die Behinderung der Arbeitstätigkeit länger als zwei Monate andauert (entweder in Form einer fortlaufenden Phase oder in Form von mehreren Shutdown-Intervallen im Laufe der nächsten Monate, ggf. Jahre). Ausnahmen wegen einer individuellen Notsituation sind möglich. In der Regel könnt Ihr Anträge frühestens ab dem 1. Juni 2020 einreichen, sofern bis dahin eine fortgesetzte Behinderung der Arbeitstätigkeit vorliegt.

Den Antrag stellt Ihr, bzw. wir entscheiden über den Antrag in der Regel erst, nachdem der Shutdown vorbei ist, sodass wir imstande sind, klar zu errechnen, wie viele zusätzliche Monate Förderung wir gewähren können. – Ausnahmen machen wir, wenn Ihr kurz vor dem Förderende seid (ca. zwei Monate) oder Euch in einer akuten Notsituation befindet. Zudem reicht Ihr bitte den Antrag erst nach dem zweiten Verlängerungsantrag ein (Im Self-Service-Portal SSP bitte die Funktion Antrag wegen Beeinträchtigung wählen und die dort angebotenen Hochladefunktionen sinngemäß entsprechend für die erforderlichen Nachweise nutzen).

Im Antrag gebt Ihr an, welche Arbeitsschritte im Arbeits- und Zeitplan Ihr vorziehen konntet, um die Arbeitstätigkeit auf einem möglichst hohen Niveau zu erhalten, bzw. einer kompletten Arbeitsuntätigkeit zu entgehen. Wir müssen ggf. auch prüfen, welche weiteren Arbeitsschritte hätten vorgezogen werden können, um prinzipiell arbeitstätig bleiben zu können. – Wenn sich hier stichhaltige Anhaltspunkte ergeben, die uns unbegründet bleiben, müssen wir diese Zeitphasen von der Zeitspanne der behinderten Arbeitstätigkeit gemäß der im Zeitplan für diesen Arbeitsschritt veranschlagten Zeit abziehen, wodurch sich zwangsläufig die gewährte zusätzliche Förderdauer verringert.

Die zusätzliche bewilligte Förderzeit errechnen wir aus dem Grad der behinderten Arbeitstätigkeit sowie des Zeitraums. Im Antrag gebt Ihr demzufolge bitte den Zeitraum und geschätzten Grad (in Prozent) der durch den Shutdown behinderten Arbeitstätigkeit an und lasst durch ein formloses Gutachten Eures wissenschaftlichen Betreuers dies bestätigen. - Fehlt die Prozentangabe, gehen wir von 50% aus. Fehlt die Angabe des Zeitraums, gehen wir von dem Zeitraum 01.04. bis zum Tag der offiziellen Beendigung des Shutdown aus. Fehlt das Gutachten des/der wissenschaftlichen Betreuer*in, warten wir mit der Bewilligung des Antrages.

Wir wünschen Euch einen möglichst ungehinderten Zugang zu Euren Bibliotheken, Quellen, Archiven, Interviewpartner*innen, empirischen Feldern etc. im Inland und Ausland und viel Erfolg bei Euren Promotionsarbeiten!

Euer Studienwerk

Self-Service-Portal (SSP), Intranet & das Prinzip der Eigenverantwortlichkeit

Self-Service-Portal (SSP)

Das Self-Service-Portal (SSP) ist die zentrale Kommunikationsplattform für Informationen zu bürokratischen Abläufen rund um das Stipendium, das heißt die materielle und ideelle Förderung. Ihr sollt das SSP größtenteils nutzen, um Anträge, Berichte und dergleichen an uns zu senden.

Im Self-Service-Portal könnt Ihr Eure persönlichen Angaben ändern und Unterlagen hochladen.

Stipendienzusagen, Berichte, Anträge und Bestätigungen zu Verlängerungsanträgen und sonstige Dokumente werden über dieses Portal kommuniziert und ausgetauscht.

Das Portal befindet sich derzeit in der Aufbauphase, deshalb gibt es womöglich noch die eine oder andere Baustelle.

Solltet Ihr Probleme mit dem Login haben, meldet Euch bitte bei uns.

Hier geht’s zum Self-Service-Portal.
Hier findet Ihr ein Handbuch für das Self-Service-Portal.

Intranet

Das Intranet des Studienwerkes ist eine weitere Kommunikationsplattform für die Stipendiat*innen, Vertrauensdozent*innen und Mitarbeiter*innen des Studienwerks.

Diese Plattform wird in absehbarer Zeit stillgelegt. Nach und nach wandern die dort befindlichen Informationen und Funktionen in das Self-Service-Portal. Solange sich dieses noch im Aufbau befindet, findet Ihr auch hier ggf. relevante Informationen für Eure Anliegen, sodass wir Euch bitten möchten, auch das Intranet aufzusuchen, wenn Ihr Euch zu Abläufen rund um das Stipendium, das heißt die materielle und ideelle Förderung betreffend, informieren möchtet.

Insbesondere für das ideelle Förderprogramm: für Informationen und Anmeldungen zu Veranstaltungen des Studienwerks spielt das Intranet noch eine zentrale Rolle der Kommunikation mit uns. 

Im Intranet findet Ihr ferner viele Informationen zu anderen Stipendiat*innen. Ihr könnt Euch mit anderen aus Eurer Regionalgruppe vernetzen und habt einen Überblick über die Veranstaltungen des Studienwerks.

Beachtet, dass es bei den Veranstaltungen zu pandemiebedingten Absagen kam und kommen wird – wir bemühen uns den Veranstaltungskalender aktuell zu halten, es kann in der derzeitigen Situation aber auch mal untergehen.

Hier geht es zum Intranet.

Ihr könnt Euch im Intranet anmelden. Der Login für das Intranet setzt sich aus Eurem Vornamen und Nachnamen zusammen. Ein Passwort müsst Ihr Euch selber generieren, indem Ihr auf der Intranet-Startseite auf »Passwort vergessen« drückt.

Solltet Ihr mit Eurem Intranet-Zugang Probleme haben, wendet Euch bitte an unsere Kollegin Katja Voß: Katja.Voss@rosalux.org

Prinzip der Eigenverantwortlichkeit

Behaltet bitte stets selbst die Fristen und bürokratischen Abläufe im Blick. Ihr könnt Euch vielleicht vorstellen, dass wir bei einer inzwischen derart hohen Anzahl von geförderten Stipendiat*innen kaum in der Lage sind, Euch stets zu erinnern, wenn Ihr Fristen nicht einhaltet oder vergesst. Daher muss das allermeiste nach dem Prinzip der Eigenverantwortlichkeit verlaufen, auf das wir hier noch einmal explizit hinweisen!