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Nachruf für Annelies Hinz

Am 21. April 2026 ist Annelies Hinz, die Witwe unseres Stiftungsgründers Erik Neutsch verstorben. Wir trauern mit ihrer Tochter Ute Bernikas und den weiteren Angehörigen.

Unsere Stiftung hat Annelies Hinz viel zu verdanken. Sie gehörte nach dem Tod ihres Mannes dem Stiftungsvorstand an und hat sich mit ihrer unaufdringlichen aber verbindlichen Art stets eingebracht. Annelies hat sich Zeit ihres Lebens nie in den Vordergrund gedrängt, so ganz anders als ihr späterer Mann Erik. Sie war immer die Bescheidene. Es ist zu erahnen, was sie mit Erik Neutsch erlebt hat, als dieser nach dem Tod seiner ersten Frau Helga in eine existenzielle Lebens- und Schaffenskrise geriet und für eine Partnerin ganz gewiss kein leichter Umgang war. Ohne Annelies wäre Erik Neutsch nie so alt geworden und etliche seiner Spätwerke wären uns versagt geblieben. Danke dafür, Annelies!

Nach dem Tod von Erik Neutsch hat sie mit erheblichem Krafteinsatz das Archiv von Erik Neutsch für die Übergabe an die Erik-Neutsch-Stiftung aufbereitet.

Im Vorstand der Erik-Neutsch-Stiftung war Annelies Hinz nie die große Wortführerin, aber immer eine besonnene Pragmatikerin. Wenn nötig konnte sie ihre Meinung auch energisch vertreten. Sie hat noch mit viel Anteilnahme die Literaturwettbewerbe der Stiftung für junge Autor/innen verfolgt. Es ist ein wenig ein Glücksfall in trauriger Stunde, dass wir Annelies kurz vor ihrem Tode die gedruckte und vom Autor signierte Biografie von Erik Neutsch überreichen konnten. Wir haben Annelies Hinz viel zu verdanken und verneigen uns. Wenn wir uns am 20. August 2026 in Halle, wie in jedem Jahr, am Grab von Erik Neutsch treffen, werden wir auch Annelies´ gedenken.

Erik-Neutsch-Stiftung / Dr. Evelin Wittich, 11.05.2026