Südliches Afrika

Die Projektarbeit und die Eigenmaßnahmen der Stiftung in Südafrika, Namibia, Botswana, Zimbabwe, Mosambik, Madagaskar und Mauritius werden vom Regionalbüro in Johannesburg koordiniert.

Die Region des südlichen Afrika besteht aus formal demokratischen Staaten, die in ihrer Mehrheit von politischen, ökonomischen und ökologischen Krisen betroffen sind. Diese haben zum Teil landesspezifische, zum Teil regionale und globale Ursachen. Die Region verbindet historisch der Befreiungskampf gegen die Apartheidregime in Südafrika und Zimbabwe, der mit kriegerischen Auseinandersetzungen insb. in Namibia, Angola und Mosambik verknüpft war und die wirtschaftliche, soziale und demokratische Entwicklung bis heute prägt. Eigentlich kann man erst mit dem Ende der Apartheid ab 1990 von einem Beginn der Unabhängigkeit sprechen, dann bereits jedoch schon unter dem Vorzeichen einer neoliberalen Liberalisierungspolitik. Südafrika ist bis heute von einer enormen sozialen Ungleichheit geprägt. Auch die anderen Länder der Region haben Armut und Ungleichheit nicht überwinden können. Unter dem Vorzeichen der Privatisierung und des Extraktivismus sind gerade ärmere und marginalisierten Bevölkerungsgruppen einem schweren sozio-ökonomischen Druck ausgesetzt. Lebenswelten und Biographien werden zunehmen vulnerabel. Vor diesem Hintergrund ist die mangelnde Möglichkeit zur politischen Partizipation und die repressive Haltung der Staaten gegenüber Protesten häufig Ursache schwerer politischer Gewalt.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung unterstützt in der Folge vor allem Partnerorganisationen, die sich für eine demokratische und friedliche politische Kultur einsetzen und dabei insbesondere das Thema der sozialen Ungleichheit bearbeiten. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Nichtregierungsorganisationen, Forschungseinrichtungen, Museen, Gedenkstätten Gewerkschaften und gewerkschaftsnahen Organisationen. Zielgruppen unserer Arbeit sind junge Menschen, finanziell arme Frauen, LGBTI*-Menschen, Arbeitnehmer*innen insgesamt. Ein besonderer Fokus liegt auf Migrant*innen und Staatenlosen.

In der Region der Inseln des süd-westlichen indischen Ozeans verfolgt die Rosa-Luxemburg-Stiftung einen stark auf die Bekämpfung der Folgen des Klimawandels ausgerichteten Ansatz. Regional und auf einzelnen Inseln werden alternative Ansätze zur Organisation von sozialen und ökologischen Bewegungen unterstützt.

Vor dem Hintergrund der besonderen Krise in Zimbabwe unterstützt die Stiftung auch Bildungs- und Beratungsangebote die sich auf regionale und internationale Akteure ausrichten um eine demokratische und soziale Entwicklung nach dem Ende der Mugabe-Herrschaft zu ermöglichen.

Team Regionalbüro Johannesburg

Regionalbüro Johannesburg

Büroleitung: Jörn Jan Leidecker

Rosa-Luxemburg-Stiftung
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South Africa

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