Programmbüro Klimagerechtigkeit

Das Programmbüro in Manila koordiniert die internationale Arbeit der Rosa-Luxemburg-Stiftung im Bereich Klimagerechtigkeit mit Partnerorganisationen in Süd- und Südostasien (derzeit Philippinen und Indonesien) sowie in Bezug auf die UN-Klimakonferenzen.

Der Programmstandort Philippinen und die gesamte Region verzeichnen eine rasante Industrialisierung und große wirtschaftliche Wachstumsraten, mit einem deutlichen Entwicklungsgefälle zwischen Metropolen und ländlichen Regionen. Gleichzeitig sind die Region, und insbesondere der Programmstandort Philippinen, besonders stark vom Klimawandel betroffen. Die Philippinen bestehen aus 7.000 Inseln und 36.000 Kilometern Küste, die Inseln sind flach und damit besonders anfällig für den steigenden Meeresspiegel und für vermehrt auftretende tropische Wirbelstürme.

Seit dem Ende der Marcos-Diktatur gibt es auf den Philippinen eine aktive, international vernetzte Zivilgesellschaft und zahlreiche linke soziale Bewegungen. Insbesondere im Themenfeld Klimagerechtigkeit existieren ein hohes Aktionsbewusstsein sowie eine Vielzahl interessanter Organisationen, lokaler und internationaler Netzwerke. Aus diesem Grund hat sich die Rosa-Luxemburg-Stiftung entschieden, ein Programmbüro zum Themenfeld Klimagerechtigkeit in Manila zu eröffnen. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Tätigkeit des Büros in Manila liegen in den Bereichen gerechte Übergänge (Just Transition) und Energiepolitik, falsche Klimaschutzinstrumente, Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel und Finanzialisierung von Natur sowie klimabedingte Migration. Das Büro implementiert Aktivitäten auf den Philippinen und in Indonesien. Die Kooperation mit Partnern in der restlichen Region, sprich in Vietnam, Indien und Bangladesch, wird von den zuständigen Regionalbüros in Hanoi und Neu Delhi aus koordiniert.

Da sich das Programmbüro ausschließlich dem Themenschwerpunkt Klimagerechtigkeit widmet, können Projektideen zu anderen Themen derzeit nicht berücksichtigt werden.