MODE. MACHT. MENSCHEN.

Eine dokumentarisch erzählte Webserie über die Textil- und Bekleidungsindustrie in Kambodscha

Drei Millionen Menschen, überwiegend Frauen, und damit ein Fünftel der Bevölkerung Kambodschas arbeiten täglich, um Textilien und Bekleidungsstücke für den Weltmarkt zu produzieren. Ihr Werk macht 70% des gesamten Exportvolumens des Landes aus. Im Dezember 2019 waren Filmemacher Patrick Kohl, Influencer Willy Iffland und Journalistin Helen Fares für einige Wochen in Kambodscha und haben unterschiedlichste Menschen in der Produktionskette kennengelernt. Sie bekamen einen sehr privaten Einblick in ihren Lebens- und Arbeitsalltag und führten intensive Gespräche über ihre Ängste, Wünsche und Erwartungen. 

MODE. MACHT. MENSCHEN ist eine durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung unterstützte Webserie, die Mitte April 2020 veröffentlicht wird. Bis dahin kann das Projekt auf Facebook und Instagram verfolgt werden. 

Weitere Informationen unter: www.mode-macht-menschen.com

MODE. MACHT. MENSCHEN. ist kein erdrückender Dokumentarfilm, der sich auf Missstände in Kambodscha konzentriert. Wir zeigen Beispiele auf und hören den Menschen vor Ort zu. Dabei geht es um Fragen nach Arbeitssicherheit, existenzsichernden Löhnen, ökologisch nachhaltiger Produktion, Meinungsfreiheit und auch um die Rolle der Modekonzerne, der Konsumierenden und internationaler Handelspolitik.  

Produzent Patrick Kohl und Blogger Willy Iffland waren im Januar 2020 zu Besuch bei Radio Fritz und haben über ihre Erlebnisse in Kambodscha und ihre Motivation hinter Mode.Macht.Menschen gesprochen, das Interview kann auf der Facebookseite des Projekts nachgehört werden. 

Die erste Folge der Webdokumentation veröffentlichen wir am 20. April 2020 auch auf unserem YouTube-Kanal und an dieser Stelle.

Happy International Women's Day

Dauer

0:59

Weltweit arbeiten circa 40 Millionen Menschen in der Textilindustrie, davon sind 85% Frauen. Sie gehören zu den am schlechtesten bezahlten Arbeiter*innen und haben sehr oft wenig Zugang zu rechtlicher und sozialer Absicherung.

Textilien sind als Produkte am zweithäufigsten von moderner Sklaverei betroffen. Am #8M feiern wir die Erfolge von Frauen*. Macht auf Ungleichheiten aufgrund von Geschlecht aufmerksam und werdet aktiv gegen Ungerechtigkeiten!

Hier ein paar Eindrücke der Dreharbeiten...

Ländersteckbrief Kambodscha

Kambodscha wird in der Region als Kampuchea bezeichnet - und offiziell als Königreich Kambodscha - und ist ein südostasiatisches Land, das im Nordwesten an Thailand, im Nordosten an Laos und im Osten an Vietnam grenzt. Das Klima ist tropisch und mitunter regnerisch. Zur ethnischen Mehrheit gehören die Khmer (97,6%), ferner zählen zu den ethnischen Minderheiten Cham (1,2%), Vietnamesen (0,1%), Chinesen (0,1%) und 30 unterschiedliche Bergvölker. Offiziell sind 97% der Bevölkerung buddhistischen Glaubens. Wirtschaftlich spielt der Kleidungs- und Textilsektor in Kambodscha, der 68% des Gesamtexports ausmacht(2017), eine große Rolle für das Wirtschaftswachstum. Dabei gehören vor allem die USA und EU-Länder zu den Hauptabsatzländern.

Unabhängigkeitstag: 9. November 1953

Offizielle Amtssprache: Khmer

Anerkannte Verkehrssprachen: Englisch, Französisch

Hauptstadt: Phnom Penh

Politisches System: Parlamentarische Wahlmonarchie

Fläche: 181.035km2

Einwohner*innendichte: 90/km2 (Zensus 2019)

Einwohner*innenzahl: 15.288.489 (Zensus 2019)

Durchschnittsalter: 26 Jahre (25 J. Männer/ 27 J. Frauen)

Altersstruktur:
0-14 Jahre: 30,18%
15-24 Jahre: 17,28%
25-54 Jahre: 41,51%
55-64 Jahre: 6,44%
65+ Jahre: 4,59%

Mindestlohn: 190 $ (2020)

Geschätzter existenzsichender Mindestlohn: 480 $ (2017)

Durchschnittseinkommen pro Monat in der Hauptstadt Phnom Penh: 270,00 $ (2019)

Wichtige Wirtschaftssektoren: Landwirtschaft (Reis, Gummi, Mais, Gemüse, Maniok, Seide), Tourismus, Bekleidung und Textilien, Bauwesen, Reismahlerei, Fischerei, Holz, Gummi, Zement, Edelsteinabbau.

Beschäftigte im Textilsektor: 700.000 Beschäftigte (80% Frauenanteil)