Soziale Sicherungssysteme - Geschichte und Konzepte

Die sozialen Sicherungssysteme orientieren sich in íhrer Gestaltung an sozialen Lebenslagen. Dabei steht vordergründig allerdings nicht die Lebenslage im Vordergrund, sondern mögliche Probleme, die Menschen bei der gesellschaftskonformen Gestaltung ihres Lebens ausgesetzt sein können. Historisch gesehen ist denn auch die Verhinderung von aus unerwarteten und absehbaren Umbrüchen in der (individuellen) Lebenslage resultierenden (gesellschaftlichen) Problemen der Ausgangspunkt der Konstituierung der sozialen Sicherungssysteme - so der Unfallschutz, die Alterssicherung und die Sicherung der Gesundheit. Dies schließt nicht aus, dass unter bestimmten Bedingungen verschiedene Institutionen für die soziale Gestaltung gleicher Lebenslagen zuständig sein können. Dies hängt in vielen Fällen mit der Geschichte der einzelnen Sicherungsysteme, aber auch mit der Geschichte der Wahrnehmung sozialer Lebens- und Problemlagen in der Gesellschaft (kulturelle und ethische Aspekte) und mit der Verschiebung von Machtverhältnissen zusammen. Dabei wird es bei der Betrachtung nicht nur um die bekannten Sozialversicherungen gehen können, sondern um die tatsächlich beteiligten Institutionen in ihrer Gesamtheit. Das große Gewicht der Sozialversicherung ist ohnehin eine deutsche Spezifik. (dazu mehr unter "Wege sozialer Sicherung" >>>> weiter) Die folgenden Seiten sind entsprechend nach Lebenslagen (die z.T. Problemlagen sein können) gegliedert, innerhalb der Darlegungen werden dann geschichtliche und sachliche Fragen dargelegt.