Fred Oelßner: Die Wirtschaftskrisen

Analyse und Interpretation von Wirtschaftskrisen waren immer Gegenstand wissenschaftlicher und politischer Auseinandersetzungen. Eine Rückschau auf frühere Diskussionen ist daher immer nützlich.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung stellt in Kooperation mit dem Karl Dietz Verlag Berlin einen Klassiker der Krisenanalyse wieder zur Verfügung. Es handelt sich um das Buch «Die Wirtschaftskrisen» von Fred Oelßner.

Neben Eugen Varga und Jürgen Kuczynski war Fred Oelßner einer der wichtigsten Krisentheoretiker der kommunistischen Strömung Mitte des 20. Jahrhunderts.

Oelßner schlägt den Bogen von einer Darstellung der marxschen krisentheoretischen Auffassungen im ersten Abschnitt («Die Krisentheorie des Marxismus») hin zu einem «Kurzen Abriß einer Geschichte der Wirtschaftskrisen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts» im zweiten Abschnitt. Dabei befasst er sich auch mit den Krisen der vorindustriellen Zeit, so der immer wieder bemühten “Tulpenkrise” in Holland. Hauptgegensstand sind dann aber die einzelnen Krisen im 19. Jahrhundert. Unbenommen der unterschiedlichen Auffassungen über bestimmte Einzelaspekte, die vor allem auch Jürgen Kuczynski in den wissenschaftlichen Diskussionen vortrug, dokumentieren wir hier ein nachwievor lesenswertes und lehrreiches Beispiel von Gesellschaftsanalyse in marxscher Tradition.

 

Inhaltsverzeichnis

Erstes Kapitel: Der Bankrott der bürgerlichen Konjunkturforschung

Zweites Kapitel: Die Möglichkeit der Krisen

Drittes Kapitel: Die Notwendigkeit der Krisen

Viertes Kapitel: Die sozialen Folgen der Krise

Fünftes Kapitel: Die Krisen vor dem Kapitalismus

Sechstes Kapitel: Die periodischen Krisen des 19. Jahrhunderts

Literaturverzeichnis

Namensverzeichnis

Sachregister