Arbeitshilfe Finanzmarktkrise – Hintergründe und Ursachen, Folgen und Widerstand

von Jörg Huffschmid, PRESOM


Einleitung

Die Diskussion über die Finanzmärkte wird seit fast zwei Jahren fast ausschließlich durch die Turbulenzen bestimmt, die seit Ende 2006 absehbar wurden, Mitte 2007 in den USA ausbrachen und sich schnell zu einer weltweiten interner Link folgtFinanzkrise erweiterten, deren Ende und Folgen auch Ende 2008 nicht absehbar sind. Diese interner Link folgtKrise hat die Irrationalität der von Gier getriebenen interner Link folgtFinanzspekulation und ihre Gefahren für die Stabilität nicht nur des Finanzsektors unübersehbar verdeutlicht und eine breite Diskussion befördert. In deren Zusammenhang sind bis in konservative Kreise hinein  - Internationaler Währungsfonds, Weltbank, US-Regierung, EU - Forderungen nach interner Link folgtRegulierung, Kontrolle und Beschränkung der interner Link folgtSpekulation laut geworden, die in einigen Fällen bis zu entsprechenden Regierungsverordnungen und Gesetzesvorhaben gediehen sind. Kaum diskutiert wurden in diesem Umfeld jedoch die Entwicklungen der auf den Finanzmärkten, die sich weniger spektakulär jenseits den Krisen abgespielt haben, langfristig aber von entscheidender Bedeutung für die ökonomische Funktionsweise und die politischen Machtverhältnisse im gegenwärtigen Kapitalismus sind. Sie haben jenseits des Aufbaus und des Platzens von Spekulationsblasen wesentliche Verschiebungen bei den zentralen Akteuren und Strategien  bewirkt, hinter denen die Rationalität einer erfolgreichen Strategie zur Machtausweitung des Kapitals sichtbar wird. Mit diesem Beitrag will ich mehr auf diese rationale, erfolgreiche und besonders gefährliche  Seite der Finanzmarktentwicklung abstellen.

Zur Struktur der Arbeitshilfe

Dazu präsentiere ich zunächst
  • einige wesentliche empirische Trends der von Veränderungen auf den Finanzmärkten und ihre Hintergründe (interner Link folgtAbschnitt 2) und
  • skizziere auf dieser Grundlage das Konzept des „finanzmarktgetriebenen Kapitalismus“ und seiner ökonomischen Konsequenzen (interner Link folgtAbschnitt 3).
  • Anschließend sollen die Hauptgruppen der Finanzinvestoren als der zentralen Akteure dieser Konstellation etwas genauer betrachtet (interner Link folgtAbschnitt 4) und
  • gezeigt werden, wie ihre Strategien die wirtschaftliche Stabilität, die Unternehmenskulturen und die Wirtschaftspolitik in Europa beeinflussen. (interner Link folgtAbschnitt 5)
  • Den Abschluss des Beitrags bilden kurze Hinweise  zu den Perspektiven des Widerstandes gegen und zu Alternativen zu der aktuell unter dem Druck der Finanzmärkte stattfindenden Transformation der verschiedenen europäischen Sozialmodelle in ein zunehmend einförmiges neoliberales Entwicklungsmuster. (interner Link folgtAbschnitt 6)
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Nachfragen und Hinweise bitte an Dr. Mario Candeias, Institut für Gesellschaftsanalyse der RLS E-Mail Link folgtweiter