Finanzinvestoren – die zentralen Akteure im heutigen Kapitalismus (3)

Private Equity Unternehmen

Private equity Unternehmen (PE) sind Unternehmen, die Geld von Banken, Pensionsfonds, reichen Personen (High Net Worth Individuals, HNWI) einsammelt, zusätzliche Mittel von Banken ausleihen und mit diesem Geld andere – in der Regel nicht börsennotierte – Unternehmen kaufen, diese „restrukturieren“ und anschließend mit hohem Gewinn wieder verkaufen, entweder an der Börse, oder an einen strategischen Investor, oder an ein anderes Private equity Unternehmen.
Die weltweiten Anlagen von PE Firmen haben sich in den letzten 10 Jahren sehr ungleichmäßig entwickelt. Sie stiegen von 60 Mrd. Dollar in 1996 auf 200 Mrd. $ in 2000, fielen dann auf weniger als 100 Mrd. $ in 2002 zurück, und erholten sich zwischen 2002 und 2005 allmählich wieder . In 2006 sind sie geradezu explodiert und erreichten mit 365 Mrd. Dollar das Dreifache des Vorjahreswertes. Das Wachstum hielt auch im ersten Halbjahr 2007 noch an, bevor es im Zuge der aktuellen Finanzkrise abrupt abbrach. Das außergewöhnliche Wachstum im Jahre 2006 ist zumindest teilweise auf die Tatsache zurückzuführen, dass es in diesem Jahr eine Reihe von Megadeals gab, die bis dahin eher die Ausnahme geblieben waren. Von den 10 größten Transaktionen seit Ende der 1980er Jahre fanden sieben in 2006 oder 2007 statt. (Vgl. IFSL 2007a: 4). Nach wie vor kommt die große Mehrheit der PE Unternehmen aus den USA, aber Europa holt auf, schneller bei den aufgenommenen Mitteln (hier stieg der Anteil Europas von 21% in 2000 auf 44% in 2006), langsamer bei den Anlagen (Anstieg von 21% auf 24%). (Vgl. IFSL 2007: 2) interner Link folgtweiter (Hedgefonds)