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24. April 2026: online: Diskussion/Vortrag : Kill, baby, kill!

Der umkämpfte Aufstieg des autoritär-faschistoiden Katastrophen-Kapitalismus in der Vielfachkrise

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Mathilde-Jacob-Saal
Straße der Pariser Kommune 8A
10243 Berlin

Informationen zur Zugänglichkeit und Barrierefreiheit

Zeit
24.04.2026, 18:00 - 20:00 Uhr
Themenbereiche
Geschlechterverhältnisse, Rassismus / Neonazismus, Krieg / Frieden, Sozialökologischer Umbau, Klimagerechtigkeit, Online-Veranstaltung
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

Trumps „Drill, baby, drill" steht für eine antitransformative Politik von rechts, die das fossile Zeitalter verlängern will. Doch auch in Deutschland, Lateinamerika und in weiteren Teilen der Welt attackieren reaktionäre Kräfte – oft im Chor mit konservativen Volksparteien – den „Dekarbonisierungskonsens" (Maristella Svampa) mit schriller, fossilfreundlicher Politik. Der Eindruck wächst: Eine globale rechte Rekarbonisierung nimmt Fahrt auf.

Dabei geht es nicht nur um Klimapolitik. In der profossilen Agenda der Rechten bündeln sich Kämpfe um Hegemonie und eine reaktionäre Neuordnung der Gesellschaft, die Gewalt normalisiert, Vielfalt tötet. 'Kill, baby, kill' wäre vielleicht ein passender Slogan für diese zynische Politik, die zerstörerische Naturverhältnisse belebt, patriarchale Macht stärkt, rassistische Hierarchien verfestigt und in der Geopolitik wieder das Recht des Stärkeren adelt.

Wo berühren sich der globale Aufstieg faschistoider Kräfte und die multiple Krise? In welchem Ausmaß formiert sich ein rechtsautoritäres Projekt als Gegenangriff auf Klimapolitik und Gender-Gerechtigkeit – und was treibt diese Autoritarisierung? Wo schmieden Rechte tragfähige Allianzen, und wo zeigen sich Bruchlinien in der globalen Rechten?

Diese Fragen führen uns zu zentralen Debatten, aktuellen Beispielen und bringen uns zu möglichen Gegenstrategien, die wir gemeinsam diskutieren möchten mit:

  • Cara Daggett (Autorin und Wissenschaftlerin mit Schwerpunkten Umwelt-Energie-Gender, RIFS Potsdam),
  • Yasmeen Daher (Politische Philosophin und Autorin mit Schwerpunkt Autoritarismus, Solidarität und emanzipatorische Politik in Palästina, IRGAC-Kolleg),
  • Tatjana Söding (Humanökologin mit Fokus auf rechte Mobilisierung und Antifaschismus in der Klimakrise, Zetkin Collective),
  • Joseph Henderson and Pasha Dashtgard (Polarization & Extremism Research & Innovation Lab, USA),
  • Tobias Lambert (Politikwissenschaftler, Journalist und Autor mit Schwerpunkt Lateinamerika).

Moderation: Canan Turan (Filmwissenschaftlerin, Kuratorin, Dramaturgin und machtkritische Beraterin im Kultur- und Filmbereich; ehem. Stipendiatin)

Begrüßung: Nina Schlosser, Marcus Hawel

Mit Übersetzung Deutsch / Englisch.

Die Veranstaltung findet hybrid als Präsenz- und Onlineformat statt: https://eu01web.zoom.us/j/65050783704?pwd=MenBwMaR21j2fouSC8jOjtt3TZTfxC.1 (Meeting-ID: 650 5078 3704, Kenncode: 885639)

 

 

Standort

Informationen zur Zugänglichkeit und Barrierefreiheit

Zugänglichkeit
  • Rollstuhlgerechter Zugang
  • Fahrstuhl rollstuhlzugänglich
  • Assistenzhunde erlaubt
  • Öffentlicher Nahverkehr

Weitere Informationen zur Zugänglichkeit

Kontakt

Dr. Marcus Hawel

Referent im Studienwerk, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 30 44310457

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