1. März 2021 Bildungsreise Feminismus und soziale Bewegungen in Argentinien

Bildungsreise nach Buenos Aires

Information

Veranstaltungsort

Buenos Aires
Santos Dumont 3721
1427 Buenos Aires

Zeit

01.03.2021, 08:00 - 12.03.2021, 20:00 Uhr

Themenbereiche

Geschlechterverhältnisse, Soziale Bewegungen / Organisierung, Brasilien / Cono Sur

Kosten

Einzelzimmerzuschlag: 200,00 €
Normalpreis: 800,00 €

Zugeordnete Dateien

Feminismus und soziale Bewegungen in Argentinien
Foto: Ana Cea, 08. März 2019, Buenos Aires

»»»»»»»»» Die Reise ist bereits ausgebucht.«««««««««

Soziale Bewegungen, Gewerkschaften, Parteien, linke Gruppierungen, indigene Kommunen und nachbarschaftliche Basisorganisationen prägen heute die politische Landschaft in Argentinien. Ihre Geschichte reicht bis in die Kolonialzeit und Befreiungskämpfe zurück.
Ende des 19. Jahrhunderts gründeten sich anfänglich vor allem anarchistisch- sozialistisch geprägte, später kommunistisch ausgerichtete Arbeiterbewegungen mit einer starken Gewerkschafts- und Parteikultur. Auch die ersten feministischen Gruppierungen, Organisationen und Kommunikationsorgane stammen aus dieser Zeit. Doch während erstere Protagonisten des 20. Jahrhunderts waren, hat die feministische Bewegung ihren Durchbruch in Argentinien vor allem im 21. Jahrhundert erlebt. Massive Demonstrationen gegen Feminizide - alle 28 Stunden wird in Argentinien eine Frau umgebracht – und der Kampf um die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruches, haben die Forderungen der feministischen Bewegung in das Bewusstsein der Öffentlichkeit getragen. Inzwischen sind die Kämpfe der Bewegung um mehr Teilhabe in allen Bereichen des Lebens und ein Ende der spezifisch ausgeübten Gewalt gegen Frauen und LGBTQI+-Personen ein fester Bestandteil der politischen Agenda Argentiniens. Doch die feministischen Organisationen wollen noch mehr: Sie kämpfen auch für tiefgreifende Veränderungen der patriarchalen Strukturen; für andere Formen des Wirtschaftens, die die soziale Reproduktion des Lebens, sprich Pflege- und Sorgearbeit, ins Zentrum stellen und nachhaltige Lebensformen auf solidarischer Basis erproben.

Auf der Reise zu den sozialen Bewegungen Argentiniens, im Besonderen zu den feministischen Bewegungen, wollen wir auch eine Zeitreise vornehmen. Wo finden wir in Buenos Aires und Umgebung Hinweise auf die Geschichte des Feminismus im Land? Inwieweit war dieser schon immer Teil der sozialen Kämpfe Argentiniens? Welche historischen Figuren und Erfahrungen prägen die feministischen Kämpfe nach wie vor?

Diese Fragen werden uns einen Weg in die Gegenwart bahnen, zu den unterschiedlichen feministischen Strömungen, die Teil der diversen Landschaft sozialer Bewegungen Argentiniens sind: indigener Feminismus, Transfeminismus, feministische Organisation in der agrarökologischen Bewegung, in den Gewerkschaften und selbstverwalteten Unternehmen, feministische Ökonomie und Kommunikation. Mit Vertreterinnen dieser feministischen Gruppen und Organisationen wollen wir vom 01.-12. März 2021 der Kraft und Wirkung des argentinischen Feminismus gemeinsam auf die Spur kommen, seine Forderungen kennen lernen und Anregungen für eine gesellschaftliche Veränderung im Sinne feministischer Leitprinzipien sammeln. Zudem wollen wir nach den Auswirkungen der Corona-Krise Fragen, die (Geschlechter-)Ungleichheiten verstärkt aber auch sichtbarer werden lässt und damit grundsätzliche Fragen der geschlechtlichen Arbeits- und Lebensweisen neu politisiert. Nicht zuletzt werden wir den argentinischen Feminismus am 8. März in Aktion erleben, wenn die Organisationen ihre Forderungen laut, bunt und kraftvoll auf die Straße tragen.

Lesetip:


Die An- und Abreise zum/vom Veranstaltungsort (Buenos Aires) ist eigenständig zu organisieren.

Termine: Anreise 28.02.2021 (Sonntag) bis Abreise 13.03.2021 (Samstag).

Das Seminarprogramm umfasst neun Programmtage: Vom 01.03. bis 05.03.2021 (Montag bis Freitag) und vom 09.03 bis 12.03.2021 (Dienstag bis Freitag). Die Tage vom 06.03 bis 08.03.2021 (Samstag bis Montag) stehen außerhalb des Seminarprogramms zur freien Verfügung bzw. sind für die gemeinsame Teilnahme an Demonstration & Aktionen zum 08. März (Montag) vorgesehen.  

Der Teilnahmebeitrag von 800 Euro beinhaltet die Hotelunterkunft für 14 Übernachtungen im Doppelzimmer (28.02 bis 13.03.2021), Frühstück, das Reiseprogramm und die vor Ort anfallenden Bus-Transfers, Eintrittsgelder und Übersetzungen. Bei Unterkunft im Einzelzimmer umfasst der Teilnahmebeitrag 1.000 Euro. Informationen zur Hotelunterkunft folgen.

Rechtzeitig vor Reiseantritt erhalten alle Teilnehmenden wichtige Hinweise zur An- und Einreise sowie die Einladung zu einem gemeinsamen Vorbereitungstreffen.

Die Reise wird als gesetzlicher Bildungsurlaub/Bildungsfreistellung angeboten.

Seminarleitung: Lisa Buhl (Buenos Aires) und Bettina Müller (Berlin)
Reiseleitung:  NN (RLS HH)

Veranstalter: Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg in Kooperation mit dem Regionalbüro der RLS Argentinien, Chile und Uruguay.

Anmeldeformular und Teilnahmebedingungen als PDF-Download.

Achtung:  Die Hälfte der Plätze sind für Teilnehmer*innen mit Hamburger Wohnsitz reserviert. Gegenwärtig können wir daher nur noch Hamburger*innen ihre Teilnahme bestätigen. Da bereits zahlreiche Anmeldungen eingegangen sind, werden Anmeldungen aus anderen Bundesländern als Hamburg auf einer Nachrücker*innenliste vermerkt.


»»»»»» Corona – Update (23.05.20) «««««««

Die Corona-Pandemie erschwert die Planung unserer Bildungsreisen!
Wir planen langfristig und hoffen, dass bis zum Frühjahr 2021 das Reisen nach Argentinien wieder möglich ist. Natürlich werden wir die weitere Entwicklung der Pandemie genau verfolgen und abwägen, ob wir als Veranstalter die inhaltliche wie organisatorische Durchführung der Reise gewährleisten können.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir zuversichtlich und orientieren auf den 01. bis 12. März 2021 als Reisezeitraum. Am 01. November 2020, vier Monate vor dem geplanten Reisebeginn, möchten wir die Entwicklung neu bewerten und darüber entscheiden, ob die Reise wie geplant stattfinden kann oder ggf. auf einen alternativen Termin gelegt werden muss.       

 

Standort

Kontakt

Andreas Merkens

Referent für politische Bildung / Studien- und Bildungsreisen, Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg

Telefon: +49 40 28003709