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9. Mai 2026: Tagung/Konferenz : Strukturwandel und Migration im Ruhrgebiet

2. Migrationskonferenz

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Kunstmuseum Bochum
Kortumstraße 147
44787 Bochum

Zeit
09.05.2026, 12:30 - 17:00 Uhr
Themenbereiche
Arbeit / Gewerkschaften, Migration / Flucht, Stadt / Kommune / Region, Wirtschafts- / Sozialpolitik

Beschreibung

Strukturwandel und Migration im Ruhrgebiet
Bild von Johannes Krupinski auf Unsplash

Das Ruhrgebiet war über zwei Jahrhunderte hinweg das industrielle Herz Deutschlands, erlebte jedoch ab den 1970er Jahren einen tiefgreifenden Strukturwandel. Während dieser Wandel in der Öffentlichkeit, in den Gewerkschaften und in der Wissenschaft intensiv diskutiert wurde, blieb der Blick auf die Konsequenzen für das Arbeits- und Sozialleben der Menschen häufig unterbelichtet.

Bis heute bleibt das Leben im Ruhrgebiet vielerorts geprägt von Armut, schlechten Wohnbedingungen, maroder Infrastruktur, Unterfinanzierung der Kommunen und eingeschränkten Bildungs- und Aufstiegschancen. Rechte Parteien instrumentalisieren die soziale Unsicherheit, in dem sie strukturelle und soziale Probleme als Folge von Migration darstellen und die gesellschaftliche Spaltung vorantreiben.

Vor diesem Hintergrund sollen auf der von der Föderation Demokratischer Arbeitervereine (DIDF), dem Institut für Soziale Bewegungen (ISB), der Rosa-Luxemburg-Stiftung sowie dem Interdisziplinären Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (InZentIM) organisierten Konferenz die Auswirkungen des Strukturwandels im Ruhrgebiet aus historischer und gegenwartsbezogener Perspektive beleuchtet werden.

Programm

12.30 Uhr Eröffnung der Tagung
Prof. Stefan Berger (Institut für Soziale Bewegungen / Haus der Geschichte des Ruhrgebietes)

12.35 Uhr Begrüßung
Jörg Lukat, Oberbürgermeister der Stadt Bochum
Sefariye Ekşi, DIDF-Vorsitzende und Dr. Salvador Oberhaus, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Regionalbüro NRW

12.50 – 13.35 Uhr Impulsvortrag und Diskussion
Prof. Dr. Lutz Raphael (Universität Trier):
Industriewandel und Migration vom Anwerbestopp (1973) bis heute: Eine Zwischenbilanz für das Ruhrgebiet

13.35 – 14.15 Uhr Impulsvortrag und Diskussion
Dr. Victoria Huszka (Universität Bonn):
Die symbolische Arbeit am Strukturwandel in der postmigrantischen Gesellschaft: Visionen, Leerstellen und Konfliktzonen auf Social Media

14.15 – 14.45 Uhr Pause

14.45 – 15.30 Uhr Impulsvortrag und Diskussion
Prof. Dr. Jutta Schmitz-Kiessler (Hochschule Bielefeld):
Soziale Krise als politisches Narrativ: Wie Rechtspopulisten den Strukturwandel im Ruhrgebiet nutzen

15.30 – 15.35 Uhr Pause

15.35 – 17.00 Uhr Podiumsdiskussion:
Sozialer Wandel, Rechtsruck und zivilgesellschaftliche Antworten
Dr. Esma Çakır-Ceylan, MigrantinnenVerein Düsseldorf e.V. & Bundesverband der Migrantinnen in Deutschland e.V.
Prof. Emra Ilgün-Birhimeoğlu, Fachhochschule Dortmund
Ali Can, Sozialaktivist und Diversity Trainer, Forum Gemeinsam für Integration e.V., Wattenscheid
Dr. Moritz Müller, IG Metall Bildungszentrum
Oktay Eksi, DIDF-Vorstand

Moderation:
Prof. Helen Baykara-Krumme (Universität Duisburg-Essen) & Dr. Caner Tekin (Ruhr-Universität Bochum)

Standort

Kontakt

Rosa-Luxemburg-Stiftung Nordrhein-Westfalen

Telefon: 0203 3177392

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