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29. April 2026: Diskussion/Vortrag : Berufliche Bildung: Auf dem Weg zur Gleichwertigkeit

Berufliche Bildungswege attraktiv gestalten durch Stipendien, Durchlässigkeit und mehr gesellschaftliche Anerkennung

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Mathilde-Jacob-Saal
Straße der Pariser Kommune 8A
10243 Berlin

Informationen zur Zugänglichkeit und Barrierefreiheit

Zeit
29.04.2026, 18:00 - 21:00 Uhr
Themenbereiche
Bildungspolitik

Beschreibung

Berufliche Bildung: Auf dem Weg zur Gleichwertigkeit

Die Debatte über die berufliche Bildung dreht sich seit Jahren um den Fachkräftemangel im Zuge des demografischen Wandels, um die hohe Zahl junger Menschen ohne Ausbildung sowie um Akademisierungstendenzen im deutschen Bildungssystem. Gleichzeitig bleibt festzuhalten, dass eine berufliche Ausbildung weiterhin für einen Großteil der jungen Menschen attraktiv ist. So beginnen aktuell jährlich knapp 700.000 junge Menschen eine duale oder schulische Ausbildung, während knapp 500.000 Personen ein Studium neu beginnen.

Bildungspolitisch geht es darum, berufliche Bildungswege attraktiv zu gestalten. Junge Menschen sollen befähigt werden, sich aktiv in Beruf und Gesellschaft einbringen zu können. Eine gemeinsame Podiumsveranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) rückt deshalb Fragen nach dem gesellschaftlichen Wert beruflicher Bildungswege in den Mittelpunkt: Wie kann mehr Sichtbarkeit und Anerkennung für berufliche Bildung erreicht werden? Welche strukturellen Voraussetzungen braucht es für echte Gleichwertigkeit verschiedener Bildungswege? Und welche Rolle spielt die Förderung durch Stipendien in der beruflichen Bildung?

Die gesellschaftlichen Herausforderungen des demografischen, digitalen und sozialen Wandels lassen sich nur mit exzellent qualifizierten Fachkräften bewältigen – diese stammen sowohl aus der Hochschule als auch aus der beruflichen Bildung. Seit 2024 finanziert das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt erstmals Stipendienprogramme für Auszubildende. Diese ideelle und finanzielle Förderung beruflich Begabter bereits während der Zeit ihrer Erstausbildung eröffnet ein neues Kapitel in der Gleichwertigkeitsdebatte.
Im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion stehen praktische Erfahrungen sowie eine gesellschaftspolitische Bewertung. Diskutiert werden die Perspektive von aktuellen und ehemaligen Auszubildenden, der Mehrwert für Unternehmen und Schulen, die Einschätzung durch die Sozialpartner, das zukünftige Verhältnis zwischen der Förderung von Auszubildenden und Studierenden sowie das Potenzial der neuen Förderprogramme bei der Bekämpfung des Fachkräftemangels. Das Publikum ist ausdrücklich eingeladen, sich aktiv in die Diskussion einzubringen.
 
Teilnehmende der Podiumsdiskussion:

Inhaltliche Einführung: Marcus Eckelt

  • Marius Dahmen, Ehemalige Berufsschulleitung, Meco Akademie
  • Emine Sara, Stipendiatin Lux Like Ausbildung, Rosa-Luxemburg-Stiftung
  • Brigitte Roggors, Alumna, Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung
  • Paul Warnstedt, Deutsche Bahn
  • Jan Krüger, Deutscher Gewerkschaftsbund
  • Jörg Matern, Unternehmerverbände Berlin-Brandenburg
  • Wioletta Wlodarczy, Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Moderation: Elisabeth Zschache


Organisation: Rosa Luxemburg Stiftung & Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung

Neben sieben weiteren Begabtenförderungswerken beteiligen sich die RLS mit dem Förderprogramm „Lux Like Ausbildung!“ und die SBB (in Kooperation mit der sdw – Stiftung der deutschen Wirtschaft) mit dem Förderprogramm „TidA – Talente in der Ausbildung“ an der Pilotinitiative des BMFTR. Beide Stiftungen betreten damit Neuland und bringen zugleich jahrzehntelange Erfahrung aus der Stipendienförderung ein. Die SBB unterstützt seit 1996 mit dem Aufstiegs- und dem Weiterbildungsstipendium berufliche Talente, die bereits eine Ausbildung abgeschlossen haben. Die Rosa Luxemburg Stiftung unterstützt seit 1999 Studierende und Promovierende durch ein Stipendium.

Bei der Veranstaltung werden Kameraaufnahmen und Tonaufnahmen gemacht. Diese können für die Öffentlichkeitsarbeit der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Stiftung Begabtenförderung Berufliche Bildung verwendet werden. Personen, die dies nicht wünschen, können sich beim Empfang melden zwecks farblicher Markierung und/oder Sitzzuteilung.

Anmeldung erforderlich, s.o.

Standort

Informationen zur Zugänglichkeit und Barrierefreiheit

Zugänglichkeit
  • Rollstuhlgerechter Zugang
  • Fahrstuhl rollstuhlzugänglich
  • Assistenzhunde erlaubt
  • Öffentlicher Nahverkehr

Weitere Informationen zur Zugänglichkeit

Kontakt

Adriana Yee Meyberg

Referentin Förderprogramm für die berufliche Bildung, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 30 44310 426