Die aktivistische Arbeit an den europäischen Außengrenzen ist geprägt von zahlreichen psychologischen Belastungen und Gewalt. In der ständigen Konfrontation mit libyschen Milizen, europäischer Repression und den Geschichten von Überlebenden bedeutet ein Engagement in der Zivilen Seenotrettung für viele Aktivist*innen auch eine (sekundäre) Traumatisierung. Insbesondere in Kombination mit den Herausforderungen von selbstorganisiertem Arbeiten und politischen Konflikten entsteht eine Belastungslage, die professionell begleitet werden muss, wenn Aktivismus empowern soll statt auszubrennen.
In diesem Vortrag wollen wir anhand konkreter Fälle über psychologische Belastungen im Aktivismus sprechen und verschiedene Konzepte zur psychosozialen Unterstützungsarbeit kritisch reflektieren. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, welche Rolle psychosoziale Unterstützer*innen sinnvoll in sozialen Bewegungen einnehmen können.
Gemeinsam mit der Gruppe "Kritische Psychologie Jena"
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