13. Februar 2020 Tagung/Konferenz Vom Völkerbund bis Donald Trump

Multilateralismus im 20. und 21. Jahrhundert: Mythos und Realität

Information

Veranstaltungsort

Centre Marc Bloch
Friedrichstraße 191
10117 Berlin

Zeit

13.02.2020, 14:00 - 21:00 Uhr

Themenbereiche

Globalisierung, Krieg / Frieden

Zugeordnete Dateien

Vom Völkerbund bis Donald Trump
Nicht-offzielles Emblem des Völkerbundes, benutzt auf der Weltausstellung in New York 1939 CC BY-SA 4.0, Martin Grandjean, via Wikimedia Commons

Multilateralismus – das Verständnis für die Notwendigkeit einer internationalen Zusammenarbeit in wesentlichen außenpolitischen Bereichen bei gleichzeitigem Versuch eines Ausgleichs der verschiedener nationaler Interessen und Standpunkte – gilt als eine der wesentlichen Errungenschaften der internationalen Politik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gern wird dabei auf die zentrale Rolle verwiesen, welche internationale Organisationen seit der Gründung des Völkerbunds nach dem Ersten Weltkrieg für den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Ländern spielten. Doch nicht erst seit Donald Trump wird der Multilateralismus als Ansatz internationaler Politik in Frage gestellt, und zwar nicht nur aus der Perspektive einer radikal nationalistischen Haltung à la «America first», sondern auch unter Verweis auf die sehr realen Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse auf der internationalen Bühne, welche von dem Begriff des «Multilateralismus» eher verschleiert oder beschönigt werden.

Aus Anlass des 100. Jahrestags der Gründung des Völkerbundes geht die geplante eintägige Tagung in dieser Perspektive Mythos und Realität des Multilateralismus in der internationalen Politik des 20. und frühen 21. Jahrhunderts nach und fragt nach Chancen und Grenzen eines auf Zusammenarbeit und Ausgleich ausgerichteten Ansatzes der internationalen Politik seit dem Ende des Ersten Weltkriegs.

Programm

Die Journée d’Étude findet in deutscher und französischer Sprache mit Simultanübersetzung statt.
Das 2. Panel allerdings wird in englischer Sprache ohne Übersetzung ablaufen!

14 - 15:30 Uhr

1. Panel: «Der Völkerbund und die internationale Zusammenarbeit nach dem Ersten Weltkrieg:  Expertenzirkulation und politisches Scheitern in den Zeiten der Krise»

Referent*innen:

  • Effi Böhlke (Rosa-Luxemburg-Stiftung, Büro der Geschäftsführung)
  • Marine Dhermy-Mairal (Universität Genf)
  • Moderation: Jakob Vogel (Direktor des Centre Marc Bloch)

15:30 - 16 Uhr Kaffeepause

16 - 17:30 Uhr

2. Panel: «Multilateralism under the conditions of the Cold War: The UN and the international cooperation after 1945»

Referent*innen:

  • Mario Del Pero, Sciences Po Paris
  • Paul Stubbs, Universität Zagreb
  • Moderation: Stefanie Ehmsen, Rosa-Luxemburg-Stiftung, stellv. Leiterin des Bereichs Bundesweite Arbeit, ehem. Leiterin Regionalbüro New York

Dieses Panel findet in englischer Sprache statt und wird nicht übersetzt! / This panel will take place in English and will not be translated!

18 Uhr

3. Abendpodium: «Multilateralismus heute»

Referent*innen:

  • Régine Perron, Maître de conférences en histoire des relations internationales à l’université de Cergy-Pontoise, derzeit Montréal
  • Andreas von Staden, Universität Hamburg (angefragt) 
  • Ingar Solty, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Referent Friedens- und Sicherheitspolitik
  • Jens Martens, Global Policy Forum, Bonn
  • Moderation: Boris Kanzleiter, Direktor des Zentrums für Internationalen Dialog der Rosa-Luxemburg-Stiftung

19:30 Uhr
Empfang (in den Räumlichkeiten des CMB)

Eine gemeinsame Veranstaltung von Centre Marc Bloch (CMB) und Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS).
In Kooperation mit dem Suhrkamp Verlag.

Lesetipp:

Léon Bourgeois
Solidarität
Von den Grundlagen dauerhaften Friedens
Aus dem Französischen und mit einem Nachwort von Effi Böhlke
Gepl. Erscheinen: 20.01.2020
suhrkamp taschenbuch wissenschaft 2293, Taschenbuch, 136 Seiten 

Standort

Kontakt

Dr. Effi Böhlke

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 30 44310473