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12. Januar 2026: Seminar : Linke Antworten auf illegale Ökonomien

Fallbeispiel: Kokain aus Ecuador in Hamburg und Berlin – eine transnationale Perspektive

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Eva Mamlok-Bibliothek
Straße der Pariser Kommune 8A
10243 Berlin

Informationen zur Zugänglichkeit und Barrierefreiheit

Zeit
12.01.2026, 18:00 - 21:00 Uhr
Themenbereiche
Andenregion, Wirtschafts- / Sozialpolitik

Beschreibung

Illegale Ökonomien sind längst kein Randphänomen mehr, sondern eng verwoben mit globalen Handelsstrukturen, politischen Machtverhältnissen und gesellschaftlichen Dynamiken. Der transnationale Kokainhandel zwischen Ecuador, Hamburg und Berlin zeigt exemplarisch, wie vielschichtig diese Verflechtungen sind: von Produktions- und Transportketten über Finanzströme bis hin zu politischen Regulierungen. Es geht auch um gesellschaftliche Wahrnehmungen von Kriminalität.

Das Seminar beleuchtet die Logiken illegaler Märkte. Es diskutiert, warum diese Ökonomien trotz jahrzehntelanger Repression wachsen, warum Konsum und Märkte sich ausweiten und weshalb Europa und Lateinamerika organisierte Kriminalität oft durch sehr unterschiedliche Brillen betrachten.

Und was ist mit der Politik? Welche Gesetzesdebatten werden aktuell geführt? Welche wirtschaftlichen und finanziellen Strukturen ermöglichen illegale Märkte in Deutschland  – und warum bleiben sie so unsichtbar? Wie sieht eine linke, solidarische und transnationale Perspektive aus, die nicht bei der Kriminalisierung stecken bleibt, sondern strukturelle Lösungen sucht, wie zum Beispiel neue Wege von Regulierung? Oder wie beschlagnahmte Werte gemeinnützig wiederverwendet werden könnten?

Gemeinsam mit Expert*innen aus Ecuador und Deutschland wollen wir diskutieren, wie linke Antworten auf globale illegale Ökonomien aussehen können – jenseits moralischer Schuldzuweisungen und repressiver Reflexe, stattdessen orientiert an sozialen Realitäten, strukturellen Ursachen und internationaler Solidarität.

Gäste:

  • Prof. Luis Córdova-Alarcón (Universidad Central de Ecuador) ist Politikwissenschaftler; Er leitet das Observatorio Orden, Conflicto y Violencia (Ecuador) und ist Hauptforscher des «Ecuadorianischen Observatoriums für Konflikte-LLAMAS». Forschungsschwerpunkte: organisierte Kriminalität in Lateinamerika, soziale Organisation illegaler Märkte, Gewalt- und Sicherheitsdynamiken
  • Daniel Brombacher (GI-TOC) ist Experte für Drogenpolitik und internationale Sicherheitsfragen; langjährig tätig zu globalen Drogenmärkten, organisierte Kriminalität und Marktmechanismen illegaler Ökonomien.
  • Helena Raspe ist Lateinamerikanistin, freie Journalistin und in Italien aufgewachsen. Sie ist stellvertretende Vorsitzende von mafianeindanke e.V.
  • Moderation: Dr. Karin Gabbert, Leiterin des Andenbüros der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Eine Anmeldung ist erforderlich (s.o.).

Das Seminar findet auf Spanisch und Deutsch mit Simultandolmetschung statt.

Standort

Informationen zur Zugänglichkeit und Barrierefreiheit

Zugänglichkeit
  • Rollstuhlgerechter Zugang
  • Fahrstuhl rollstuhlzugänglich
  • Assistenzhunde erlaubt
  • Öffentlicher Nahverkehr

Weitere Informationen zur Zugänglichkeit

Kontakt

Lucas Reinehr

Referent/Projektmanager für Klima und die Andenregion, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 30 44310 286

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