25. Mai 2019 Tagung/Konferenz Widerständige Wege

Weiterbildungsverweigerung als kritische politische Praxis und weitere Fragen zum Verhältnis von Bildung und Widerstand

Information

Veranstaltungsort

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Zeit

25.05.2019, 10:30 - 15:00 Uhr

Themenbereiche

Bildungspolitik

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1. Arbeitstagung 2019 des AK Kritische Pädagogik der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Vortrag von Prof. Dr. Daniela Holzer, Universität Graz

Kritische Bildung ist immer auch politische Praxis und daher eng verschränkt mit Interessen von Emanzipation und von Widerstand gegen gesellschaftliche Verhältnisse. Es gilt daher Fragen nachzugehen, wie Bildung und Widerstand miteinander verbunden sind und welche widerständigen Wege sich nachzeichnen lassen. Ausgangspunkt ist allerdings zunächst eine meist noch ungewohnte Perspektive: Weiterbildungsverweigerung, also der Widerstand gegen unzumutbare Lernaufforderungen. Aus einer kritisch-theoretischen Perspektive lässt sich dieser Widerstand als bislang weitgehend übersehende Praxis erkunden, die auch kritische und politische Dimensionen eröffnen kann. Von hier aus werden weitere widerständige Wege erkundet, indem weitere Fragen zum Verhältnis von Bildung und Widerstand beleuchtet werden.

Daniela Holzer forscht und lehrt an der Universität Graz im Arbeitsbereich Erwachsenen- und Weiterbildung des Instituts für Erziehungs- und Bildungswissenschaft. Sie ist Mitglied der Initiative
«Kritische Erwachsenenbildung» und organisiert seit einigen Jahren die Workshopreihe «The Dark Side of Adult Education».

 

Arbeitskreis Kritische Pädagogik

Der Arbeitskreis Kritische Pädagogik der Rosa-Luxemburg-Stiftung versteht sich als offenes Forum für den Austausch über grundlegende pädagogische Fragestellungen aus gesellschaftskritscher Perspektive. Sein Anliegen ist es, Erziehungswissenschaftler*innen, pädagogische Praktiker*innen sowie alle weiteren, an pädagogischen Fragen Interessierten miteinander ins Gespräch zu bringen, um Ansatz- und Entwicklungsmöglichkeiten für eine emanzipatorische Pädagogik in Theorie und Praxis unter den gegebenen gesellschaftlichen Bedingungen auszuloten. Im Fokus seiner Arbeit stehen aktuelle Tendenzen im Feld der Erziehung und Bildung, die vor dem Hintergrund ihrer historisch-gesellschaftlichen Bedingtheit theoretisch in den Blick genommen und hinsichtlich ihrer praktischen Implikationen diskutiert werden.

Der AK trifft sich zweimal jährlich an wechselnden Orten. Den thematischen Rahmen der Arbeitstagungen liefert jeweils ein fachlich einschlägiger Impulsvortrag, der als Ausgangs- und Bezugspunkt für die Diskussion der Teilnehmenden dient.

 

Standort

Kontakt

Dr. Effi Böhlke

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: (030) 44310-473