Bevor Walter Benjamin 1933 als Jude und Marxist nach Paris floh, verbrachte er in Charlottenburg und Umgebung seine Kindheit und ein prekäres Berufsleben. Auf unserer Tour werden wir Orten seines Lebens begegnen, aber auch seines Werks, das eng mit seiner Großstadterfahrung zwischen Moderne und Klassenkampf verbunden ist. Über viele dieser Orte schreibt er in seinem Buch „Berliner Kindheit um 1900“. Darin legt er die beklemmenden Gewaltverhältnisse des wilhelminischen Berlin offen, indem er sie aus der unschuldig naiven Sicht seiner eigenen Kindheit beschreibt. Entstanden ist es jedoch hauptsächlich im Pariser Exil, aus dem er nicht mehr wiederkehren sollte: 1940 nahm er sich aus Angst, den Nazis in die Hände zu fallen, das Leben.
Start: Walter-Benjamin-Platz, Rundkiosk am östlichen Ende des Platzes; Ende: Ausstellung romanisches Café im Europacenter.
Guide: Emanuel Kapfinger
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Standort
Kontakt
Michaela Klingberg
Kulturforum, Rosa-Luxemburg-Stiftung
E-Mail: michaela.klingberg@rosalux.org
Telefon: +49 30 44310 160