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22. November 2024: Diskussion/Vortrag : Welche neue (ökonomische) Weltordnung bricht an?

Trumps Wahlsieg und die Folgen für das deutsche Exportmodell.

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Kaffeewelt (im EG)
Böckmannstraße 3-4
20099 Hamburg

Zeit
22.11.2024, 19:00 - 21:00 Uhr
Themenbereiche
Globalisierung, Kapitalismusanalyse, Wirtschafts- / Sozialpolitik, USA / Kanada, China
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

Welche neue (ökonomische) Weltordnung bricht an?
CC BY-NC-SA 2.0, Alexander Stielau, flickerl

Vortrag und Diskussion mit Thomas Sablowski.

Aktuell häufen sich wieder die Klagen über die mangelnde internationale Wettbewerbsfähigkeit des ehemaligen "Exportweltmeisters" Deutschland. Ähnlich wie in den frühen 2000er-Jahren wird häufig vom „kranken Mann Europas“ gesprochen, von der drohenden Abwanderung der Industrie und von notwendigen Reformen, um die „Standortbedingungen“ zu verbessern.

Doch die Situation ist komplexer als oft dargestellt. Tatsächlich befindet sich die deutsche Wirtschaft seit dem dritten Quartal 2022 in der Rezession. Deutschland ist das einzige große Industrieland, für das der Internationale Währungsfonds (IWF) für das gesamte Jahr 2023 eine Schrumpfung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) voraussagt. Dies ist keine bloße Folge der weltwirtschaftlichen Krisenphasen, vielmehr deutet vieles darauf hin, dass Deutschland sich in einer strukturellen Krise der exportorientierten Entwicklungsweise des Kapitalismus befindet.

Mit der Wahl von Trump zum US-Präsidenten gerät diese exportorientierte Wirtschaftsstrategie weiter unter Druck. Trump ist ein vehementer Verfechter des Protektionismus, mit dem Ziel, die heimische Wirtschaft durch hohe Importzölle und Steuererleichterungen für US-Unternehmen zu stärken. Besonders die deutsche Autoindustrie sieht sich bedroht durch die Drohungen mit Zöllen. So kündigte Trump bereits an, höhere Zölle auf europäische Produkte zu erheben, wenn diese keine Werke in den USA errichten. Deutlich wird: Der deutsche Exportfetischismus führt in eine Sackgasse. Die herrschenden Rezepte drohen die Lage zu verschärfen.

Dr. Thomas Sablowski ist Referent für Politische Ökonomie der Globalisierung bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Gefördert wird die Veranstaltung durch die Landeszentrale für politische Bildung.

Standort

Kontakt

Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg

Telefon: 040 28003705

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