17. Juli 2017 Diskussion/Vortrag Geht Europa auch solidarisch?

Podiumsdiskussion zu europäischer Migrations- und Fluchtpolitik

Information

Veranstaltungsort

Hörsaal Rechtshaus
Rothenbaumchaussee 33
20148 Hamburg

Zeit

17.07.2017, 18:00 - 20:00 Uhr

Themenbereiche

International / Transnational

Zugeordnete Dateien

Mit

Prof. Gesine Schwan, Präsidentin und Mitbegründerin der HUMBOLDT-VIADRINA Governance Platform gGmbH

Andreas Lipsch, Vorsitzender von PRO ASYL und Interkultureller Beauftragter der Ev. Kirche in Hessen und Nassau

Johanna Bussemer, Leiterin des Referats Europa im Zentrum für internationalen Dialog und Zusammenarbeit, Rosa Luxemburg Stiftung

Helene Heuser, Koordinatorin der Refugee Law Clinic, Uni Hamburg, Fakultät für Rechtswissenschaften

Moderation: Burkhard Plemper

 

Alle Versuche, in den letzten Jahren eine Diskussion über ein Einwanderungsgesetz zu führen, scheiterten an konservativen Politikvorstellungen. Aber auch in der gesamten Gesellschaft bestehen sehr unterschiedliche Vorstellungen, wie sich diese zusammensetzen soll und den Möglichkeiten zur Öffnung und Einwanderung. Der starke Zuzug von Schutzsuchenden bietet die Chance, dass sich das verändert.
Die bisherige Praxis – in den Ländern der EU als Gesamtheit – wird allerdings eher eine Politik der Abschottung vor dem weiteren Zuzug von Schutzsuchenden praktiziert: Frontex, Dublin IV, EU-Türkei-Deal und andere Fluchtverhinderungs-Pakte mit zweifelhaften Regimen. Die Folgen sind dabei Erfrierungstote auf ägäischen Inseln, Misshandlungen und Vergewaltigungen in Flüchtlingslagern an den EU-Außengrenzen, Massensterben auf dem Mittelmeer sowie die Kriminalisierung von Lebensretter_innen. In Deutschland und den anderen europäischen Ländern boomt rassistische Hetze und Gewalt gegen Geflüchtete.
Was wären also Möglichkeiten eines anderen Umgangs mit Einwanderung? Sind existierende Modelle anderer Länder für die Bundesrepublik übertragbar? Wie viele Menschen kann – beispielsweise Hamburg – in kurzer Zeit unkompliziert aufnehmen? Welche Bedingungen müssten vorliegen, damit diese Vorstellungen durchsetzbar sind? Wir fragen also in der Veranstaltung zur europäischen Migrations- und Fluchtpolitik: Geht Europa auch solidarisch?

In Kooperation mit dem Aktionskreis Hamburg Hat Platz (AG Kirchliche Flüchtlingsarbeit, Attac, Bündnis Hamburger Flüchtlingsinitiativen, Flüchtlingsrat Hamburg e.V. und Ottenser Gespräche zu Flucht und Migration) und der Refugee Law Clinic.

 

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

 

Standort