Beschreibung
Sa. 21.02.2026: Walter Rodney – Zur politischen Ökonomie von Sklaverei und Kolonialismus
mit Bafta Sarbo | 11-17 Uhr
In seinem kurzen Leben entwickelte sich der aus Guyana stammende Intellektuelle Walter Rodney zu einem der führenden Denker und Aktivisten der antikolonialen Revolution und führte Bewegungen in Nordamerika, auf dem afrikanischen Kontinent und in der Karibik an.
Rodneys zentrale Schrift „Wie Europa Afrika unterentwickelte“ ist ein ambitioniertes Meisterwerk der politischen Ökonomie, das die Auswirkungen der Sklaverei und des Kolonialismus auf die Geschichte des internationalen Kapitalismus beschreibt. In diesem Klassiker legt Rodney unbeirrbar dar, dass die „Fehlentwicklung“ Afrikas keine natürliche geographische Eigenheit, sondern das direkte Resultat der imperialistischen Ausbeutung des Kontinents ist, die bis heute anhält.
In dem Workshop wird Bafta Sarbo das Leben und politischen Wirken von Walter Rodney einführen. Anhand des Hauptwerks und weiterer Texte von Rodney sollen die zentralen Thesen nachvollzogen und ein grundlegendes Verständnis zum Verhältnis von Unterdrückung und Ausbeutung – von Rassismus und Kapitalismus – erarbeitet werden.
Bafta Sarbo ist Sozialwissenschaftlerin, lebt in Berlin und beschäftigt sich mit marxistischer Gesellschaftskritik, (Anti-)Rassismus, Migration und Polizeigewalt. 2022 erschien der von ihr und Eleonora Roldán Mendívil herausgegebene Sammelband »Die Diversität der Ausbeutung« im Dietz Verlag Berlin.
Es sind keine Vorkenntnisse notwendig.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit PSK.
Anmeldung: mail@perspektive-solidaritaet.org