21. Juni 2017 Diskussion/Vortrag NSU-Komplex – Alles geklärt?

Information

Veranstaltungsort

Klub im Gewerkschaftshaus
Besenbinderhof 60
20097 Hamburg

Zeit

21.06.2017, 19:30 - 21:30 Uhr

Veranstalter

Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg

Zugeordnete Dateien

Mit Heike Kleffner, Journalistin; Christiane Schneider, Vizepräsidentin Hamburger Bürgerschaft / Linksfraktion und Caro Keller, NSU-Watch

Der parlamentarische NSU-Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestags legt am 20. Juni seinen Abschlussbericht vor und auch der Münchener Prozess geht dem Ende entgegen. Ist der Aufklärungsprozess über den NSU-Komplex jetzt an sein Ende gekommen?
Trotz der Errichtung von 12 Untersuchungsausschüssen durch Landtage und den Bundestag scheint die längst fällige lückenlose Aufklärung des NSU-Komplexes und den involvierten Strukturen noch fern. Erst im April warfen neue Spuren erneute Fragen auf. Es scheint, als solle nach der bevorstehenden Vorlage des Abschlussberichtes das Thema NSU abgehakt werden. Ohne wirkliche Aufklärung der Morde und Anschläge, der Vertuschungen und Netzwerke im Hintergrund.  Die Stimmen der Betroffenen, Opfer und deren Angehörige, die lange Zeit selbst verdächtigt, verleumdet und mit dem rassistischen Begriff der „Dönermorde“ stigmatisiert wurden, werden dabei nur am Rande wahrgenommen. Die Einrichtung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses für den Fall des in Hamburg ermordeten Süleyman Taşköprü wurde abgelehnt, obwohl viele Fragen offen sind.


Die Kämpfe um Aufklärung sind noch nicht vorbei, viele Fragen sind ungeklärt. Wie geht die Politik und Gesellschaft mit den Morden und den Betroffenen um? Was muss und was kann zur Aufklärung getan werden? Wo liegen die Schwierigkeiten und Dunkelfelder?


Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

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