29. März 2020 Bildungsreise AUSGEBUCHT! Blicke über sichtbare und unsichtbare Zäune und Grenzen

Bildungsreise nach Tel Aviv und Ramallah

Information

Veranstaltungsort

Tel Aviv/Ramallah
Rothschild Boulevard 11
6688114 Tel Aviv

Zeit

29.03.2020, 10:00 - 04.04.2020, 20:00 Uhr

Themenbereiche

Migration / Flucht, Krieg / Frieden, Palästina / Israel, Naher Osten

Kosten

Einzelzimmerzuschlag: 200,00 €
Normalpreis: 950,00 €

Zugeordnete Dateien

AUSGEBUCHT! Blicke über sichtbare und unsichtbare Zäune und Grenzen
Grenzmauer zu Israel, von der Westbank (Bethlehem) aus. CC BY-SA 3.0, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Der Sechstagekrieg im Juni 1967 und die damit beginnende Besatzung des Westjordanlandes und des Gaza-Streifens sind der Ausgangspunkt eines anhaltenden, weit über Israel und Palästina hinauswirkenden  Konfliktes. In den Oslo-Verträgen werden den Palästinensern in der Westbank kleine Inseln der Selbstverwaltung zugestanden, bislang jedoch ohne reale Perspektive auf eigene staatliche Legitimität. Die ursprünglich provisorische Besetzung Palästinas durch Israel ist heute vielmehr der Status Quo. Dabei sind es nicht nur die im Sechstagekrieg geschaffenen physischen Grenzen, die fortbestehen. Das Leben unter und mit der Besatzung produziert soziale wie kulturelle Spaltungen, die für die Bevölkerungen von  Israel und Palästina über viele Jahre zur Lebensrealität geworden sind und sich im Alltag der Menschen vielfach widerspiegeln. Spaltungen, die auch innerhalb der jeweiligen Gesellschaften wirken und diverse Trennungslinien und Hierarchien produzieren.

Auf der siebentägigen Bildungsreise nach Israel und in das Westjordanland wollen wir einige dieser sichtbaren wie unsichtbaren Zäune und Grenzen kennenlernen: auf palästinensischer Seite das Leben unter israelischer Besatzung, die territoriale Spaltung (Gaza versus Westbank), die innergesellschaftlichen Gräben etwa zwischen Fatah und Hamas oder die Lebenssituation palästinensischer Flüchtlinge; in Israel die Konflikte zwischen Religiösen und Säkularen, Juden und Arabern, die kontrovers geführte Debatte um die Shoah-Rezeption, die Auseinandersetzungen um das Aufenthaltsrecht von Geflüchteten ebenso wie das fortschreitende Auseinanderklaffen der Einkommen und der sozialen Lebensbedingungen. Bei Begegnungen und Gesprächen mit zivilgesellschaftlichen Initiativen vor Ort sowie bei themenorientierten Exkursionen in den Regionen soll ein Einblick in die widersprüchliche und komplexe Realität in Israel und Palästina vermittelt werden. Neben Aufenthalten in Tel Aviv und Ramallah sind Exkursionen u.a. nach Jerusalem, Hebron und in ein palästinensisches Flüchtlingslager vorgesehen.


Der Teilnahmebeitrag von 950 Euro beinhaltet die Hotelunterkunft für 8 Übernachtungen im Doppelzimmer incl. Frühstück (Einzelzimmerzuschlag 200 €), Reiseprogramm und die vor Ort anfallenden Bus-Transfers, Eintrittsgelder und Übersetzungen.


Die An- und Abreise zum/vom Veranstaltungsort (Tel Aviv) ist selbst zu organisieren. Termine: Anreise 28.03. (Samstag) bis Abreise 05.04.20 (Sonntag), Seminarprogramm von Sonntag bis Samstag (29.03.20 bis 04.04.2020). Rechtzeitig vor Reiseantritt erhalten alle Teilnehmenden wichtige Hinweise zur An- und Einreise sowie die Einladung zu einem gemeinsamen Vorbereitungstreffen. Dort besteht die Möglichkeit, Absprachen zur gemeinsamen Anreise zu treffen.

Hotelunterkunft: Tel Aviv, vom 28.03 - 31.03 und 04.- 05.04 2020 (Hotel 75) / Ramallah, vom 31.03. bis 04.04.2020 (Royal Court Hotel). 

Bildungsurlaub/Bildungsfreistellung: Für Arbeitnehmer_innen aus Bayern kann die Reise leider nicht als gesetzlicher Bildungsurlaub/Bildungsfreistellung anerkannt werden. Für Arbeitnehmer_innen aus anderen Bundesländern kann bei Bedarf eine Anerkennung der Reise als Bildungsurlaub/Bildungsfreistellung realisiert werden. Rückfragen hierzu beantwortet Andreas Merkens.  

Anmeldeformular und Teilnahmebedingungen als pdf download.

Veranstalter: Rosa-Luxemburg-Stiftung Bayern, in Kooperation mit den Auslandsbüros der Rosa Luxemburg Stiftung in Israel (Tel Aviv) und Palästina (Ramallah).

Standort

Kontakt

Dr. Julia Killet

Regionalbüroleiterin Bayern, Rosa-Luxemburg-Stiftung Bayern/Kurt-Eisner-Verein

Telefon: +49 89 51996353