Beschreibung
Vor mehr als zwei Jahren, nach dem Überfall der Hamas auf Israel, war Daniel Cohn-Bendit zuletzt Gast im Club Voltaire. Jetzt kommt der 80-jährige Politiker der Grünen, um ein Buch mit seinen Erinnerungen zu präsentieren. Aber auch, um damit seine Solidarität mit dem Club zu bekunden und klarzumachen, warum dieser linke Treffpunkt weiter existieren muss.
„Erinnerungen eines Vaterlandslosen“ heißt das Buch, das im März erscheint.
Darin blendet Cohn-Bendit zurück auf sein Leben: Die Anfänge als Führungsfigur der Studentenrevolte 1968 in Frankreich und dann der Spontis in Frankfurt am Main beim Häuserkampf ab 1971. Damals kam „Dany“ zum ersten Mal in den Club. Er schloss sich später den Grünen an und war 1989 der erste Dezernent für multikulturelle Angelegenheiten überhaupt in Deutschland – er verdeutlichte durch seine Arbeit, dass Deutschland ein Einwanderungsland war. Von 1994 an arbeitete er zwanzig Jahre lang im Europäischen Parlament, lange Zeit als Fraktionsvorsitzender der Grünen. Bis heute kämpft er für eine europäische Verfassung, die „Solidarität mit Alten, Schwachen und Kranken und die notwendige ökologische Vernunft“ umfasst. Seine Unterstützung für den NATO-Krieg gegen Jugoslawien 1999 und des rüstungspolitischen Kurses der Grünen seither trug ihm viel Kritik ein.
Im Gespräch mit dem Autor Claus-Jürgen Göpfert wird es auch um aktuelle politische Fragen gehen – und um die Zukunft des Clubs.
Veranstalter: Club Voltaire und Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen
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Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen
E-Mail: hessen@rosalux.de
Telefon: 069 27135977