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27. August 2025: Film : Norita

Dokumentarfilm über eine der Gründerinnen der «Madres de Plaza de Mayo»

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

hofkino.berlin – Freiluftkino im FMP1
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Zeit
27.08.2025, 20:45 - 23:15 Uhr
Themenbereiche
Erinnerungspolitik / Antifaschismus, Geschlechterverhältnisse, Cono Sur

Beschreibung

Norita
Nora Morales de Cortiñas, "Norita" Foto: Francisco Villa

Im Jahr 1977, zu Beginn der Militärdiktatur in Argentinien, wird Gustavo, der Sohn von Nora Cortiñas, von den Streitkräften entführt und "verschwindet". Nora, bis zu diesem Zeitpunkt eine unpolitische Hausfrau, macht sich auf die Suche nach ihm.

Der Dokumentarfilm NORITA ist eine Reise durch die dunkle Geschichte der Diktatur in Argentinien bis in die Gegenwart, in der sich die energetische „grüne Welle“ des Feminismus von Argentinien aus in der ganzen Welt ausbreitet: Die persönliche und familiäre Tragödie von "Norita" ist der Ursprung ihrer unerschütterlichen Entschlossenheit und ihres furchtlosen Aktivismus. Zusammen mit anderen Müttern gründete sie die bekannte Widerstandsbewegung "Madres de Plaza de Mayo", die sich heute weltweit engagiert. Ihr Mut machte Norita zu einer Pionierin der Menschen- und Sozialrechte in Argentinien, die bis zuletzt immer wieder als Protagonistin im argentinischen politischen und gesellschaftlichen Leben auftrat und sich unermüdlich für die Aufklärung der Verbrechen der Militärdiktatur, für Gerechtigkeit und gegen die Diskriminierung von Minderheiten einsetzte. Sie beeinflusste maßgeblich die nachfolgende Generation politischer Aktivist*innen, insbesondere die feministische Bewegung und deren Kampf für die Legalisierung der Abtreibung, mit dem sie sich von Anfang an solidarisierte.

Ein Film von Jayson McNamara und Andrea Tortonese
Spanisch mit dt. Untertiteln. Mehr Infos zum Film: www.noritafilm.com
Hier geht es zur kostenlosen Ticket-Anmeldung Bitte seid rechtzeitig da für Anmeldung und Kopfhörerausleihe. Begrüßung ca. 21 Uhr, Filmbeginn 21:15 Uhr

Im März 2026 jährt sich der Militärputsch in Argentinien und der Beginn der Diktatur zum 50. Mal. Die aktuelle ultralibertäre Regierung unter Javier Milei relativiert die Verbrechen der Militärdiktatur und versucht systematisch, die bis dato progressive Erinnerungspolitik zu unterbinden. Sie fördert eine zutiefst konservative Familienpolitik und schränkt die Rechte von Frauen und queeren Menschen immer mehr ein. Gerade angesichts dieser gefährlichen Veränderungen hat der Film eine besondere Aktualität. Nach dem Film findet ein Gespräch zu Noritas Politisierung, ihrer Rolle in der argentinischen Gesellschaft und zur aktuellen politischen Situation in Argentinien statt.

Informationen zur Barrierefreiheit: siehe oben


 

Standort

Kontakt

Annika Klügel

Lateinamerika-Referat, Projektmanagerin Cono Sur , Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 30 44310 460

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