Kolumbien erlebt eine historische Phase politischer Umbrüche: 2016 das Friedensabkommen zwischen der FARC-Guerilla und dem kolumbianischen Staat, 2019 und 2021 landesweite Großproteste und seit 2022 steht erstmals ein linksgerichteter Präsident an der Spitze des Landes. Seine Regierung wurde getragen von großen Hoffnungen auf soziale Gerechtigkeit und einen umfassenden Frieden. Drei Jahre später ist die Bilanz ambivalent: Trotz wichtiger Reformansätze geraten zentrale Vorhaben ins Stocken, während die Gewalt in mehreren Regionen wieder zunimmt. Wir diskutieren, wo die kolumbianische Linke heute steht, wie es um den Friedensprozess bestellt ist und welche Perspektiven es im Hinblick auf die Wahlen 2026 gibt.
Als Referent begrüßen wir Elias Korte. Elias ist ehemaliger Stipendiat der Rosa-Luxemburg-Stiftung, hat Praktika in den Auslandsbüros der Stiftung in Südafrika und Kolumbien absolviert und lebt inzwischen dauerhaft dort. Seit 2016 verfolgt er die kolumbianische Politik intensiv, insbesondere mit Blick auf soziale Bewegungen, Land- und Arbeitsrechte sowie den bewaffneten Konflikt und seine Aufarbeitung. In den letzten Jahren hat er zu diesen Themen regelmäßig in linken Medien veröffentlicht und auch wissenschaftlich gearbeitet.
Die Veranstaltung findet online via Zoom statt.
Zugangslink: https://eu01web.zoom.us/j/68956786077?pwd=JmTdaCXHO9A0yFEnLoV9m6i5SPABwg.1
Eine Veranstaltung des Rosa-Luxemburg-Club Hannover und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen e.V.
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