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19. Mai 2026: Buchvorstellung : Nicht wie Feuer und Wasser.

Was wir von den religiösen Sozialisten in der Weimarer Zeit lernen können.

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Treffpunkt Petershausen
Georg-Elser-Platz 1
78467 Konstanz

Zeit
19.05.2026, 19:00 - 21:00 Uhr
Themenbereiche
Parteien- / Bewegungsgeschichte, Demokratischer Sozialismus
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

Mit: Franz Segbers, em. Professor für Sozialethik / Universität Marburg. Im VSA-Verlag erschien u.a. mit Michael Ramminger: „Alle Verhältnisse umzuwerfen … und die Mächtigen vom Thron zu stürzen.“ Das gemeinsame Erbe von Christen und Marx (2018). Ulrich Peter, Dr., langjähriger Vors. des Bundes der Religiösen Sozialisten; Veröffentl. u.a.: Der Bund der religiösen Sozialisten in Berlin von 1919–1933. Geschichte –­ Struktur –­ Theologie und Politik, 1995. Ulrich Peter und Franz Segbers sind Herausgeber des Buches „Nicht wie Feuer und Wasser. Religion und Sozialismus“ (vsa-verlag, Hamburg). Das Buch ist eine Publikation der RLS in der Reihe „Flugschriften“.

Nur zu lange waren Amtskirchen und Sozialismus wie Feuer und Wasser. 1926 wurde in Meersburg der Bund der Religiösen Sozialisten vom ev. Pfarrer Erwin Eckert in Meersburg geründet. Religiösen Sozialisten waren die ersten Brückenbauer. Sie kämpften in der Weimarer Republik gegen den aufkommenden Faschismus und wurden im NS-Regime wegen ihres Widerstandes verfolgt. Einige engagierten sich in der SED beim Aufbau der DDR. Er war der erste Brückenschlag zwischen der sozialistischen Arbeiterbewegung und der evangelischen Kirche.  Der BRSD war die bedeutendste Kraft im Protestantismus gegen den Faschismus und für Frieden. In Baden-Württemberg ist der BRSD zu einer bedeutenden Stimme geworden.

Die religiösen Sozialisten kämpften

  • gegen  finanzielle Verflechtungen von Staat und Kirchen
  • gegen den Faschismus
  • gegen den Antisemitismus
  • für Frieden und Pazifismus
  • für einen widerständigen Sozialstaat
  • für eine humane Arbeitszeit
  • für gleiche Rechte von Männern nd Frauen in Gesellschaft und Gewerkschaft

Dieser Themen werden im Buch dokumentiert. Sie sind immer noch umstritten.

Für Christen ist der Sozialismus keine bloße Option. Er ist die zwingende Utopie zur Rettung des Lebens aus  den Systemkrisen des Kapitalismus. „Der Staatssozialismus ist tot, aber der Sozialismus als Utopie einer solidarischen Gesellschaft wird noch dringend gebraucht.“ (Dorothee Sölle) Heute müssen Christen zur Rettung des Lebens aus der lebensbedrohlichen sozial-ökologischen Krise des Kapitalismus Sozialisten sein.

Die Veranstaltung findet im in Kooperation mit seemoz e.V. Verein zur Förderung des Bildungs- und Medienangebots statt.

Standort

Kontakt

Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg

Telefon: +49 711 99797090

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