Beschreibung
Podiumsdiskussion mit afghanischen und iranischen Positionen zu kollektiver Selbstermächtigung in feministischen Revolutionsbewegungen
Feministische Kämpfe im Afghanistan und Iran stehen heute zugleich für radikale Hoffnung und brutale Repression. In Afghanistan erleben Frauen und Mädchen seit der Machtübernahme der Taliban im Jahr 2021 einen systematischen Ausschluss aus dem öffentlichen Leben: Der Zugang zu Bildung, Arbeit, politischer Teilhabe und Bewegungsfreiheit wird massiv eingeschränkt. Trotz dieser Gewalt leisten afghanische Frauen weiterhin Widerstand – im Untergrund, im Exil und in digitalen Räumen.
Auch im Iran wurde mit der Bewegung „Jin, Jiyan, Azadî“ (Frau, Leben, Freiheit) ein kraftvolles Zeichen des Widerstands gesetzt. Ausgelöst durch den Tod von Jina Mahsa Amini im Jahr 2022, entwickelten sich landesweite Proteste gegen patriarchale Gewalt, staatliche Kontrolle und autoritäre Herrschaft. Die Bewegung machte sichtbar, wie eng feministische Kämpfe mit Fragen von Freiheit, Würde und kollektiver Selbstbestimmung verbunden sind.
Wir wollen die Stimmen aus beiden Kontexten zusammenbringen.
Gemeinsam wollen wir über Macht- und Ohnmachtsgefühle sprechen: Woher findet man die Kraft und den Mut, unter Repression weiterzukämpfen? Was trägt in Momenten von Angst, Verlust und Erschöpfung? Und wie können wir feministische Kämpfe über Grenzen hinweg verbinden? Dabei soll es auch um die Frage gehen wie wir den Kampf für Freiheit und Selbstbestimmung in Afghanistan und im Iran von hier aus weitertragen können?
Kommt vorbei auf eine Kugel Eis oder ein Eiscafé und lasst uns ins Gespräch kommen, über Sorgen und Ängste austauschen und gemeinsam Hoffnung, Solidarität und Kraft finden.
Gemeinsam mit Kulturschlachthof Jena e.V.
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Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen
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