Beschreibung
Im Juli 1979 überraschte die Sandinistische Befreiungsfront FSLN die Welt mit dem Sturz des nicaraguanischen Diktators Somoza. Das war der Beginn der Sandinistischen Revolution, die einst eine ganze politische Generation in ihren Bann gezogen hatte, die auf die Errichtung eines demokratischen Sozialismus in Nicaragua hoffte. Heute ist davon nichts mehr übrig geblieben. Aktuell herrscht dort eine brutale Diktatur unter dem ehemaligen sandinistischen Revolutionär Daniel Ortega und dessen Ehefrau Rosario Murillo. Gleichzeitig wird das Land von der US-Administration und verschiedenen rechten lateinamerikanischen Regierungen bedroht. Wie konnte es zu dieser dramatischen Entwicklung kommen? Welche Antworten sollte die Linke heute auf diese Situation geben
Der langjährige Nicaragua-Aktivist und Politikwissenschaftler Matthias Schindler wird diese Fragestellungen aufgreifen und die Ergebnisse seiner Forschungsarbeit erläutern. Er wird am Beispiel Nicaragua erläutern, warum Demokratie und Sozialismus keine Gegensätze, sondern nur zwei Seiten ein und derselben Medaille sind. Und er wird darstellen, wie der Kampf für die Menschenrechte in Nicaragua - und auch darüber hinaus - mit der Verteidigung des in der Charta der Vereinten Nationen verankerten Völkerrechts vereinbart werden kann und muss.
Matthias Schindler (1952). Werkzeugmacher und Maschinenbau Techniker. Ehemaliger Vertrauenskörperleiter und Betriebsrat der IG Metall. Aktivist der Solidarität mit Nicaragua seit 1979; Mitbegründer der Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und León. Studium der Politikwissenschaft an der Universität Hamburg (Bachelor 2017) und an der Neuen Universität von Lissabon (Promotion 2025). Veröffentlichungen in analogen und digitalen Medien seit über 50 Jahren mit den Schwerpunkten Internationale Solidarität und Kampf für den Frieden. Autor des 2026 erschienenen Buches Nicaragua zwischen Sandinistischer Revolution und Ortega-Diktatur.
Siehe auch: Nicaragua: Nach der Revolution die Diktatur
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