3. Februar 2026 Diskussion/Vortrag Die autoritäre Wende im Migrationsrecht.

Angriff von Rechts, Verteidigung von unten.

Information

Veranstaltungsort

Kölibri, GWA St. Pauli
Hein-Köllisch-Platz 12
20359 Hamburg

Zeit

03.02.2026, 19:30 - 21:30 Uhr

Themenbereiche

Neonazismus / Rassismus, Partizipation / Bürgerrechte

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Die autoritäre Wende im Migrationsrecht.
Illustration: Nina Eggemann

Vortrag und Diskussion mit Clara Bünger

Die Migrationswende ist Baustein einer durch die neue Regierung mit unbarmherziger Härte vorangetriebenen autoritären Wende. Rückgehende Asylanträge, die Aussetzung des Familiennachzugs, eine schlichte Konstruktion sicherer Herkunftsstaaten, Grenzkontrollen und Zurückweisungen werden von den Machthabern nicht nur als Erfolgsgeschichte verkauft, sondern auch von der Gesellschaft überwiegend als solche empfunden. Die elementare Bedeutung eines menschenwürdegerechten Asylrechts auch als Konsequenz aus der Erfahrung von Faschismus, Verfolgung und Vernichtung ist weitgehend in Vergessenheit geraten. Migration ist zum vorgeblichen Sicherheitsrisiko geworden. Die eigentlichen Ursachen sozialer Unsicherheit – Armut, Ausgrenzung und prekäre Arbeit – werden mantraartig als Folge „von außen“ gedeutet, was sich in den Köpfen eingenistet hat. Der Rechtsstaat wird damit dort, wo er am dringendsten gebraucht wird, abgebaut. Das ist kein Kurswechsel. Das ist eine autoritäre Wende mit juristischen Mitteln.


Clara Bünger, ist stellvertretende Fraktionsvorsitzende und innenpolitische Sprecherin der Linken im deutschen Bundestag.


Eine Veranstaltung in Kooperation mit der GWA St. Pauli

Die Veranstaltung ist Teil unserer Veranstaltungsreihe Linke Positionen zu Flucht und Migration

Standort

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Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg

Telefon: 040 28003705