Am 12. Dezember um 19:00 Uhr zeigen wir mit den Aktivist:innen im FKK den Dokumentarfilm „Das deutsche Volk“ und stellen uns der dringenden Frage nach Zugehörigkeit, Rassismus und dem Kampf um Erinnerung. Dieser Abend ist ein Akt der Solidarität mit den Familien der Ermordeten von Hanau und bietet die Möglichkeit, zu lernen.
#SAYTHEIRNAMES Wir nennen ihre Namen und vergessen sie nicht: Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov.
In der Nacht des 19. Februar 2020 erschießt ein Rassist neun junge Menschen in Hanau: Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov. Zurück bleiben trauernde Familien und Überlebende, die nicht nur für die Ermordeten, sondern auch um Wahrheit und Gerechtigkeit kämpfen. Vier Jahre lang begleitet Regisseur Marcin Wierzchowski ihren unermüdlichen Widerstand gegen das Vergessen.
In Anbetracht der erstarkenden rassistischen und rechten Kräfte in Deutschland ist dieser Film mehr als eine Dokumentation; er ist eine dringliche Mahnung und eine Solidaritätsbekundung mit den Betroffenen von rassistischer Gewalt. „Das deutsche Volk“ fragt direkt und schonungslos: Wer gehört zu diesem „Volk“, wer wird ausgeschlossen und wer trägt die Verantwortung für die Verbrechen, die im Namen des Hasses geschehen?
Der Dokumentarfilm wurde von Marcin Wierzchowski realisiert, 1984 in Warschau geboren, Regisseur und Produzent. Er ist Grimme Preisträger 2022 für 𝘏𝘢𝘯𝘢𝘶 – 𝘌𝘪𝘯𝘦 𝘕𝘢𝘤𝘩𝘵 𝘶𝘯𝘥 𝘪𝘩𝘳𝘦 𝘍𝘰𝘭𝘨𝘦𝘯. Er lernte die Protagonist:innen des Films durch die Initiative 19. Februar kennen und fing schnell nach seiner Gründung mit den Dreharbeiten an.
Filmlänge: 132 Minuten. Eine freiwillige Spende ist erwünscht, um diesen wichtigen Film möglichst vielen zugänglich zu machen. Bringt gerne eigene Snacks mit!
In Kooperation mit dem FKK
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